Grafik geht online

Über den Cloudservice von Microsoft sind nun virtuelle Maschinen mit professioneller Grafikhardware von Nvidia nutzbar. Anwender können wählen zwischen virtuellen Workstations mit Grafikkarten Quadro M60 und mit Tesla K80, die sich für leistungshungrige CAE-Anwendungen anbieten.

18. August 2016

Microsoft hat unlängst gemeldet, dass die vor wenigen Monaten angekündigten virtuellen Maschinen mit Grafikbeschleunigern auf Microsoft Azure nun für Pilotanwendungen zur Verfügung stehen. Microsoft unterscheidet dabei zwischen virtuellen Maschinen der NC-Serie, die Highend-Grafikkarten für rechenintensive Anwendungen bereitstellen, und der NV-Serie, die Grafikkarten vor allem für anspruchsvolle Visualisierung bieten. Beiden arbeiten mit Server-Grafikkarten von Nvidia.

Es stehen derzeit in jeder Serie drei Typen von virtuellen Maschinen mit abgestufter Hardware bereit. Bei der NC-Serie ist die Eingangsstufe der NC6 mit 6 CPU-Kernen, einer GPU Nvidia Tesla K80, 56 GByte RAM und 380 Gbyte SSD-Speicher. Die höherwertigen Stufen NC6 und NC24 bieten die zwei- und vierfache Rechenleistung. Laut Microsoft ist das mit 4992 Grafikkernen ("Cuda Cores") die schnellste virtuelle Grafikhardware für Berechnungen, die derzeit in einer öffentlichen Cloud angeboten wird. Bei der NV-Serie heißt die erste Stufe NV6. Sie unterscheidet sich vom NC6 durch die andere Grafikkarte, eine Quadro M60. Auch bei NV bieten die nächsten Stufen NV12 und NV24 die doppelte bzw. vierfache Leistung.

Die virtuellen Maschinen sind verfügbar für Windows und Linux. Microsoft will den Service in den nächsten Monaten ausbauen und dann weltweit unter Microsoft Azure verfügbar machen. Zurzeit kann man sich anmelden und auf eine Warteliste eintragen lassen.