Grafikpower für alle

Nvidia erweitert seine Software für die Virtualisierung von Grafikkarten. Mehrere Workstations können nun eine Tesla sowohl für Grafikbeschleunigung als auch für Berechnungen nutzen.

28. August 2017

Nvidia hat seine Virtualisierungssoftware Quadro vDWS (Quadro Virtual Data Center Workstation Software) erweitert. Die serverbasierten Grafikkarten können nun sowohl die 3D-Darstellung als auch Berechnungen bei angeschlossenen Workstations beschleunigen. Die Software ist hauptsächlich vorgesehen für CAD- und Simulationsanwendungen. Die Software ermöglicht die flexible Nutzung der Grafikhardware, ohne dass für jede Workstation eine Hochleistungskarte gekauft wird. Mit der Software kann ein Rechner je nach Karte bis zu 24 GByte virtuellen Speicher nutzen, um extrem große Modelle zu laden. Andererseits lässt sich eine Karte in bis zu 24 Instanzen zu je ein GByte für geringere Hardwareanforderungen unterteilen. Die gleiche Technik ermöglicht die Nutzung der Hardware für Simulationen durch mehrere Anwender. 

Die Software ist vorgesehen zur Nutzung mit den Grafikkarten Nvidia Tesla P4, P40 and P100 und die neue Tesla P6. Letztere bietet 16 GByte RAM vom Typ GDDR 5, die sich je nach Anforderung in 1, 2, 4, 8 oder 16 Blöcke unterteilen lassen. Die P6 ist konzipiert für Blade Server, das heißt man kann mehrere Grafikkarten in einen Server einbauen und entsprechend viele Anwender bedienen. Die Software Quadro vDWS steht zur Verfügung für über 100 Servermodelle von Herstellern wie Cisco, Dell, HP, IBM und Lenovo sowie virtuelle Server von Citrix und VMware.

Nvidia zitiert hierzu Eric Kam, Marketingmanager beim Simulationsanbieter Esi: "Unsere Kunden möchten Virtuelle Realität im Unternehmen demokratisieren. Virtuelle Prototypen können an ähnlichen Unzulänglichkeiten kranken wie physische Prototypen: Sie sind relativ teuer und stehen oft nur lokal begrenzt zur Verfügung wegen der Hardware- und Softwareanforderungen. Mit Nvidia Quadro vDWS und der Tesla P40 bietet unsere "VRify"-Software die Leistung wie bei einer physischen Workstation. Dadurch können die Benutzer einfach umfangreiche 3D-Inhalte bearbeiten, komplexe Geometrien in virtuelle Umgebungen einbetten, Mehrkörpersimulationen in Echtzeit ablaufen lassen und ihre Designs in VR-Umgebungen im Browser ansehen, unabhängig vom Standort."