Gratis-FEM noch besser

FEM-Software der Uni Bayreuth berechnet nun auch Verformungen

16. April 2015

Der Lehrstuhl für Konstruktionslehre und CAD der Universität Bayreuth hat auf der Hannover Messe das FEM-Programm Z88Aurora in Version 3 vorgestellt. Dieses Freeware-Programm, abgeleitet von der Open-Source-Software Z88 (aktuell V. 14), wird in Bayreuth unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Frank Rieg entwickelt. Mit Z88Aurora lassen sich neben linearen, statischen Festigkeitsanalysen auch nichtlineare Berechnungen sowie thermische, thermomechanische Berechnungen und Eigenschwingungsanalysen durchführen.

Neben den Solvern bietet die Uni Bayreuth passende Prä- und Postprozessoren an. Der Präprozessor importiert die CAD-Formate STEP, STL und DXF. FE-Strukturdaten kann der Präprozessor importierten von Abaqus, Ansys, Cosmos und Nastran. Das FEM-Programm wird an Hochschulen verbreitet für Forschung und Lehre genutzt, aber auch etliche kleine und mittelgroße Unternehmen sowie Abteilungen von Großunternehmen arbeiten mit Z88Aurora.

Die aktuelle Version V. 3 bietet erstmals ein Modul zur Berechnung plastischer Verformungen, wie es zum Beispiel für Crashsimulationen erforderlich ist. Eine andere Neuheit ist "Z88Mobile" als App für Android. Diese Anwendung basiert auf den Rechenkernen für Windows, OS X und Unix und soll einen einfachen Einstieg bieten. Dafür bietet die App die zwei Betriebsmodi "Basic" und "Advanced". Eine Offline-Dokumentation wird mitgeliefert. Auch zur Darstellung von Berechnungsergebnissen zum Beispiel bei Kunden eignet sich Z88Mobile.