Große Drucke überall

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Drucker – Mit Großformatdruckern von Hewlett Packard bekommen Entwickler qualitativ hochwertige Vorlagen und das auf einfache Art und Weise. Das Internet wirkt dabei mehr und mehr als hilfreicher Unterstützer.

20. Mai 2015

Nach wie vor ist der Großformatdruck in die typischen Prozesse der Produktentwicklung fest eingebunden. Da der Druck der konkreten Veranschaulichung einer Konzeption dient, hat sich Anbieter Hewlett Packard (HP) die Arbeitsabläufe rund um das Thema genau angesehen, um diese nachhaltig zu verbessern.

HP baut schon sehr lange Großformatdrucker und führte vor über 20 Jahren die Tintenstrahltechnologie auch für Pläne und Zeichnungen in DIN A0 ein. Der Motor von Weiterentwicklungen sind dabei neue Technologien oder Anforderungen von Kunden. Diese werden vom Hersteller intensiv in die Entwicklung eingebunden.

Ein grundlegender Wunsch war, Medien von der Vorderseite aus beladen zu können. Dadurch vereinfacht sich das Bestücken mit Papier oder anderen Druckmedien, denn der Drucker kann an der Wand stehen bleiben. Durch die einfachere Bedienung gibt es auch mehr Zeit für die Entwicklung.

Das trifft auch auf die alltägliche Herausforderung zu, verschiedenartige Medien verwenden zu müssen. Darum können die neuen Großformatmodelle zwei Rollen in verschiedenen Breiten aufnehmen. Auch diese Eigenschaft spart Zeit, zudem vergrößert sich die Reichweite, was bei größeren Projekten entscheidend sein. Als Konsequenz daraus erfolgte eine Neukonstruktion der Papierablage. Der übliche Auffangkorb unterhalb des eigentlichen Druckwerks ist für größere Printjobs unpraktisch: Plots können in diesem Korb Falten oder Knicke bekommen und sie sind nicht so leicht auffindbar. Abhilfe schafft ein Ausgabefach, in dem sich bis zu 50 Plots sauber stapeln lassen, ohne zu knicken. So vereinfacht sich das Auffinden einzelner Zeichnungen.

Bedienung per Touchscreen

Während des Drucks eines größeren Auftrags kann der Anwender über einen USB-Stick zwischendurch Dateien unterschiedlicher Formate direkt und ohne PC drucken. Die Bedienung des Sticks erfolgt über das Frontpanel des Druckers. Dort befindet sich der USB-Port, der die Daten auf dem Stick verarbeitet. Das Frontpanel ist als Touchscreen ausgeführt, sämtliche Funktionen lassen sich über dieses Bedienfeld einstellen. Eine dieser Funktionen ist die Druckvorschau, außerdem können bereits gedruckte Plots erneut ausgegeben werden.

Die neuen Plotter verfügen über einen eingebetteten Webserver, mit dem der Bediener eine IP-Adresse eingeben kann, die ihm den Zugriff auf Einstellungen und Funktionen des HP Designjet gewährt. Er kann dort die Füllstände der Tinten abrufen oder sich anzeigen lassen, welche Kosten ein bestimmter Plot verursacht hat.

Hewlett Packard hat drei verschiedene Großformatdrucker im Programm: Der Designjet T920 eignet sich für kleinere Arbeitsgruppen und besitzt den erwähnten, in seiner Preisklasse einmaligen Auffangkorb für fertige Plots. Beim Modell Designjet T1500 kann der Anwender über die zusätzliche Papierrolle verfügen und das Multifunktionsgerät T2500 ist zusätzlich in der Lage, bis DIN A0 zu scannen.

Allen drei Druckern ist gemeinsam, dass sie statt der üblichen Druckbreite von 42 oder 44 Zoll mit 36 Zoll breiten Rollen arbeiten, was für DIN-A0-große Ausgaben laut HP völlig ausreicht. Außerdem sind sie jeweils auch als PostScript-Geräte verfügbar – ohne zusätzliche Software.

Beschleunigung durchs Internet

HP stellt sich den neuen Arbeitsabläufen, die sich durch das Internet ergeben und integriert den Großformatdruck in global vernetzte Abläufe: Teams können rund um die Uhr und weltweit an gemeinsamen Projekten arbeiten – und damit die Produktentwicklung beschleunigen. Vor 20 Jahren benötigte der Plot eines Plans in DIN A0 noch eine Stunde, heute dauert das eine Minute.

Mehr und mehr stellt sich in verteilten Teams die Frage, wie die Kollegen an Änderungen von Plänen und Zeichnungen gelangen, denn diese lassen sich dank mobiler Endgeräte überall und jederzeit vornehmen. Dazu hat HP seine Remote Graphics Software (RGS) entwickelt, über die der Anwender die Rechenleistung einer Workstation mit seinem Tablet nutzen kann, das als verlängertes Display dient. Entwickler können so unterwegs oder direkt bei ihrem Kunden Änderungen an Entwürfen erstellen und sie dank der Software HP Designjet ePrint & Share von überall im Büro ausdrucken, wenn Verbindung zum Internet besteht. Das Team dort kann direkt mit den gedruckten Plänen weiterarbeiten und sogar auf die Dateien zugreifen.

Drucken per E-Mail

Drucker lassen sich heute auch per E-Mail bedienen: Über die genannte Software kann sich der Anwender bei HP darum ein E-Mail-Konto einrichten lassen und eine elektronische Nachricht an einen HP Designjet schicken und dort ausdrucken, der in anderen Büros, anderen Städten, Ländern oder Kontinenten steht. Ein Treiber wird nicht benötigt, der Druckertyp spielt keine Rolle.

Beim Einsatz eines großformatigen Multifunktions-Designjets besteht darüber hinaus die Möglichkeit, von Hand geänderte Zeichnungen einzuscannen und auf gleichem Wege zu verschicken. Die Funktion »Scan to E-mail« macht den Versand von Papier überflüssig, Kosten werden gesenkt, die Effizienz gesteigert.

Der Nutzen von HP Designjet ePrint & Share wird von Kunden bestätigt. So sagt Joan Callis, Projektleiter bei EMBT: »Einer der Vorteile ist die Geschwindigkeit, mit der man in einem anderen Teil der Welt drucken kann – praktisch genauso schnell wie auf einem Drucker im Nebenzimmer. Dieser Punkt ist entscheidend, da wir schneller arbeiten und Projekte international fristgerecht umsetzen können, ohne Dokumente per E-Mail, FTP oder auf dem regulären Postweg versenden zu müssen.«

Erschienen in Ausgabe: 04/2015