Großer Ring statt fliegende Späne

Martin realisiert innovativen Toleranzausgleich für Windkraftgetriebe

05. Juli 2013

Als aktuelles Ergebnis einer kundenorientierten Machbarkeitsstudie präsentiert der Zwischenlagen-Spezialist Martin einen großen Stahlring mit 630 Millimetern Durchmesser für den Toleranzausgleich beim Einbau von Windkraft-Getrieben.

Dabei handelt es sich um eine hoch belastbare Verbundlösung bestehend aus einem soliden M-Tech® S-Trägerring, auf dem zwei halbrunde Zwischenlagen-Ringsegmente des Typs M-Tech® L aufgeklebt sind. Während die Dicke des Trägerrings 6 Millimeter beträgt, haben die schälbaren Segmente eine Gesamtdicke von 3,2 Millimeter und können fünf Hundertstel weise 64 Mal abgeschält werden. Bei einer Gesamtstärke von 9,2 Millimetern beträgt die sogenannte Dickenabweichung im Ring nur maximal 0,03 Millimeter über die gesamte Ringfläche.

Der neue Einstell-Stahlring von Martin lässt sich als kompakte Einheit montieren und wird über Pins oder Senkkopfschrauben im Gehäuse fixiert. Die Schichtblech-Seite des Rings mit ihren M-Tech-L® Zwischenlagen befindet sich sicher zwischen dem massiven Trägerring einerseits und dem Getriebegehäuse andererseits. Die Funktion des massiven Trägerrings ist der Schutz vor Abrieb und Wälzlager-Bewegungen. Damit eignet sich dieser Zwischenlagenring als ebenso flexibles wie kostengünstiges Feineinstell-Element für Windkraftgetriebe.

Die einbaufertigen Zwischenlagen reduzieren die Montagezeiten und vereinfachen die Instandhaltung, da sie maschinelle Anpassungen – etwa durch Planschleifen – überflüssig machen. Dank des neuen M-Tech L® Rings von Martin reduziert sich auch der technische Aufwand bei der Instandhaltung von Windkraftanlagen. Insbesondere für Offshore-Anlage ist die neue Verbundlösung ein Fortschritt.