Grußwort VDMA

Grußwort

Mobile Arbeitsmaschinen stehen für Bau-, Land- und Forstmaschinen, Fördertechnik, Kommunal- und Spezialfahrzeuge, sogenannte Offroad-Maschinen. Die Bedeutung dieser Branchen für den deutschen Maschinenbau belegt das Weltmarktvolumen von 260 Milliarden Euro, von denen circa 15 Prozent durch Produktion in Deutschland gedeckt werden. Einschließlich der Zulieferer sind rund 500 Firmen mit über 230.000 Beschäftigten dieser Teilbranche des Maschinenbaus in Deutschland zuzurechnen.

16. Mai 2011

In vielen Produktbereichen sind deutsche Firmen technologische Weltmarktführer. Um diese Position behaupten zu können, müssen die Unternehmen sich in Forschung und Entwicklung engagieren, Netzwerke bilden oder ausbauen und auf qualifizierte Fachkräfte zurückgreifen können. Ein solches Netzwerk ist der Stiftungslehrstuhl für Mobile Arbeitsmaschinen des Karlsruher Instituts für Technologie, (KIT), eine Initiative namhafter Hersteller und Zulieferer sowie des VDMA. Die Motivatoren der Unternehmen, sich zu engagieren, waren die Aus- und Weiterbildung sowie Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die Forschung, seien es industrielle Gemeinschaftsforschung im vorwettbewerblichen Bereich oder bilaterale Industrieprojekte.

Ende der Sechzigerjahre wurden die in Baggern eingesetzten Seilwinden und mechanischen Antriebslösungen durch hydraulische Antriebssysteme ersetzt – heute steht wieder ein Technologiewandel an: Forderungen nach Verbrauchsreduzierung, Steigerung der Arbeitsleistung und Reduzierung von Schadstoffemissionen erfordern neue Konzepte für Antriebssysteme: Die wichtigsten Schlagwörter sind Elektrifizierung bzw. Hybridisierung.

In Anlehnung an den nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität der Bundesregierung muss auch für mobile Arbeitsmaschinen gelten: Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, muss Deutschland der Leitmarkt bleiben bzw. werden und die Führungsrolle der Industrie und der Wissenschaft behaupten. Die Lösung dieser Herausforderungen bedarf gewaltiger Anstrengungen der Firmen in Forschung und Entwicklung und hat sicher auch Auswirkungen auf die Produktions- und Fertigungstechnologien.

Erschienen in Ausgabe: 01/2011