Gut bewährt in jeder Lage

Näherungsschalter – Einen Produktlebenszyklus von mehreren Jahrzehnten bieten nur wenige Produkte, vor allem, wenn es sich um elektronische Komponenten handelt. Eine wichtige Ausnahme bildet jedoch eine Serie von Näherungsschaltern.

10. April 2008

Bewährte Lösungen müssen nicht permanent verändert werden. Eine unveränderte Bauform zum Beispiel gewährleistet eine langfristige Investitionssicherheit und erleichtert zugleich einen Austausch von Komponenten im Zuge einer Modernisierung.

Ein Beispiel für derartig langlebige und vielseitige Bauteile sind die Näherungsschalter vom Typ VariKont des Mannheimer Sensorikspezialisten Pepperl + Fuchs, deren Technik und Bauform das Unternehmen bereits vor rund 30 Jahren entwickelt hat. Bis heute sind zahlreiche Vertreter der Sensorbaureihe auf allen Kontinenten in den unterschiedlichsten Applikationen im Einsatz. Die Gehäusebauform mit ihren spezifischen Abmessungen ist deshalb inzwischen in der internationalen ISO-Norm standardisiert.

Der Sensorkopf beherbergt alle Komponenten der Sensorik und Auswerteelektronik. Im Basisteil des Sensorgehäuses befinden sich die Vorrichtungen zur mechanischen Befestigung sowie ein separater Klemmraum für die elektrische Installation. Damit eignet sich der Sensor auch für schwierige Einsatzbedingungen in Innen- und Außenbereichen. Die Verbindung des Funktionsteils mit der vormontierten und elektrisch angeschlossenen Befestigungseinheit geschieht über drei Schrauben. Dieser Aufbau erlaubt eine bequeme Installation und Inbetriebnahme sowie im Servicefall einen zügigen Austausch ohne elektrische Anschlussarbeiten. Da sich die vorhandene Verkabelung und Anschlusstechnik unverändert übernehmen lässt, genügt prinzipiell das Auswechseln des Sensorkopfes, um eine Anlage zu modernisieren.

Neu an den aktuellen Modellen der Traditionsbaureihe ist das Design des würfelförmigen Sensorkopfes mit abgerundeten Ecken. Vier Anzeige-LEDs am Sensorkopf signalisieren Betriebsbereitschaft und Schaltzustand. Die raumdiagonal einander gegenüberstehende Anordnung von jeweils zwei verschiedenfarbigen LEDs stellt dabei sicher, dass von jedem beliebigen Standpunkt im Raum aus sowohl eine grüne als auch eine gelbe LED sichtbar sind. Diese patentierte Konstruktion erspart viel Zeit und Mühe bei Anlagenaufbau, Inbetriebnahme und Fehlersuche. Auch mit dem veränderten Design entsprechen die Gehäuseabmessungen dem ISO-Standard.

Robust und flexibel

Wesentliche Verbesserungen der neuen Modelle bieten auch das elektronische Innenleben sowie die Robustheit des Gehäuses. So sind die neuen Näherungsschalter beispielsweise deutlich weniger empfindlich als die Vorgängermodelle gegenüber elektromagnetischen Störungen, die beim Betrieb zahlreicher elektrischer Geräte auf engem Raum nie ganz vermeidbar sind.

Ein traditionell wichtiges Einsatzgebiet der Sensoren sind Anwendungen an exponierten Stellen, die Wind und Wetter ausgesetzt sind. Wesentliche Weiterentwicklungen betreffen deshalb die Dichte und Robustheit des Gehäuses. So bietet die neue Sensorgeneration die Schutzklasse IP 67 und IP 69k und ist damit noch besser gegen Feuchtigkeit, Hitze und mechanische Krafteinwirkungen geschützt. Insbesondere wurden die Dichtungen derart nach innen verlagert, dass sie nicht mehr vom Sonnenlicht erreicht werden und sie so ihre Funktion über viele Jahre erhalten. Von dem verbesserten UV-Schutz profitieren deshalb speziell Geräte, die häufig direkter und intensiver Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind.

Erhältlich ist die Serie der neuen Näherungsschalter in der Standard-Gehäusegröße 118 x 40 x 40 Millimeter mit Schaltabständen von 20 bis 40 Millimeter. Ausführungen mit Reduktionsfaktor 1 bieten als weitere Neuheit überall dort die ideale Lösung, wo unterschiedliche Metalle oder Leichtmetalle abwechselnd zu detektieren sind. Die Sensoren arbeiten in einem Temperaturbereich von –25 bis +85 Grad Celsius und stehen in verschiedenen Ausführungen als Öffner und Schließer, mit npn- und pnp-Ausgängen in Zwei-, Drei- und Vierdrahttechnik für DC- und AC-Versorgung zur Verfügung; dazu kommen Versionen nach dem NAMUR-Standard für Einsätze in der Prozesstechnik.

Thomas Hensler, Pepperl+Fuchs/bt

Fakten:

- Das standardisierte Gehäuse sowie der separate Sensorkopf erleichtern Austausch und Modernisierung.

- Die hohe Schutzart ermöglicht einen Einsatz der Sensoren auch unter rauen Umgebungsbedingungen.

- Rundum erkennbare Leuchtdioden an den Ecken des Sensorkopfes signalisieren Betrieb und Schaltzustand.

Erschienen in Ausgabe: 02/2008