Gute Noten für 40 ERP-Lösungen

Mehr als 2.200 Anwender beteiligten sich an der 9. Auflage der Studie „ERP in der Praxis – Anwenderzufriedenheit, Nutzen & Perspektiven“, die jetzt erschienen ist. Fazit: Spezialisierung, aktuelle Release-Stände und Kundenpflege werden honoriert, mangelnde Usability und Mobilität abgestraft.

17. September 2018
Anlässlich der 9. Auflage der Studie ERP in der Praxis sprachen rund 2.200 ERP-Anwender ihren ERP-Anbietern und -Systemen ihr Lob aus und vergaben sowohl für die Software als auch für die Dienstleistungen die Gesamtnote Gut.
Bild 1: Gute Noten für 40 ERP-Lösungen (Anlässlich der 9. Auflage der Studie ERP in der Praxis sprachen rund 2.200 ERP-Anwender ihren ERP-Anbietern und -Systemen ihr Lob aus und vergaben sowohl für die Software als auch für die Dienstleistungen die Gesamtnote Gut.)

Die diesjährige Studie bestätigt die mittlerweile etablierte Erkenntnis, dass „schlanke“ ERP-Lösungen, ausgesprochene Branchenlösungen und/oder Lösungen kleinerer Anbieter mit verhältnismäßig kleinem Kundenstamm in Sachen Anwenderzufriedenheit insgesamt am besten abschneiden. Gutplatzierte Lösungen wie Syslog, ISSOSPro, Isah, ALPHAPLAN, BMD, cim ERP und COBUS ERP/3 erfüllen alle mindestens eine dieser „Bedingungen“. Die besten Lösungen unter den größeren Installationen finden sich dagegen erst im Mittelfeld. Ein Grund hierfür ist das hohe Anforderungsniveau in Verbindung mit spürbar größerem Aufwand bei Einführung, Wartung und (End-) Anwenderbetreuung. Deutlich verbessern konnte sich in diesem Segment IFS Applications und Infor ERP LN. Ins Auge springt in dieser Kategorie auch die überdurchschnittliche Zufriedenheit der Anwender mit den Dienstleistungen der Anbieter von Dynamics AX.

Rote Laterne: „Mobile Einsetzbarkeit“

Die „Mobile Einsetzbarkeit bei ERP-Systemen“ bildet wie in der letzten Studie das Schlusslicht unter den Zufriedenheitsaspekten. Nachdem die Zufriedenheit mit der mobilen Einsetzbarkeit der ERP-Systeme vor 2 Jahren an letzter Stelle liegend nochmals spürbar gesunken ist, scheint sich hier jedoch immerhin eine Trendwende anzudeuten. Das heißt, die Schere zwischen der Erwartungshaltung bezüglich Mobile Computing und dem, was die ERP-Systeme heute bieten, klafft zumindest nicht mehr weiter auseinander. Per Saldo haben in diesem Jahr rund 130 Studienteilnehmer die Mobilität ihrer ERP-Lösung um eine Note besser eingestuft als im Jahr 2016. Dennoch zeigt das Ergebnis, dass sich die aktuell im Einsatz befindlichen ERP-Lösungen verhältnismäßig schwertun, wenn es beim ERP-Einsatz heißt: „zu jeder Zeit, an jedem Ort und über jedes Endgerät“. Eine erforderliche Umstellung von ERP-Software auf eine App-artige Nutzungscharakteristik bringt jedoch eine Vielzahl technologischer Herausforderungen mit sich (z.B. kontext-sensitive Benutzeroberfläche, Plattformunabhängigkeit, Use Case-spezifische „Applifizierung“ umfassender Business Software-Lösungen). Zwar haben viele ERP-Anbieter zwischenzeitlich hier ihre Hausaufgaben gemacht oder sind zumindest weit fortgeschritten. Angesichts der Dauer, die mit der Modernisierung der ERP-Installationen im Zuge von Release-Wechseln einhergeht, wird es aber noch Jahre dauern, bis die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit auf breiter Front geschlossen ist.

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