Neue Hard- und Software für Bildverarbeitungs-OEMs

Vision Components präsentiert auf der Embedded World an zwei Messeständen neue Soft- und Hardwareprodukte für Bildverarbeitungs-OEMs.

20. Februar 2019
VISION 2018
(MIPI-Kameramodule mit diversen Bildsensoren lassen sich flexibel mit vielen gängigen CPU-Platinen verbinden. Im Bild: Michael Engel, Geschäftsführer von Vision Components. Bild: Messe Stuttgart)

Am Hauptstand dreht sich alles um die Embedded-Vision-Systeme der VC-Z-Serie. Für diese gibt es jetzt eine größere Auswahl von CMOS-Sensoren, zum Beispiel aus der Sony-Pregius-Serie. Vision Components erreicht bei der Integration nach eigenen Aussagen herausragende Taktraten, beispielsweise 88 fps bei Auflösungen bis 3,2 MP oder 170 fps bei 1,6 MP. Darüber hinaus stehen alle VCnanoZ-Kameras ab sofort optional mit applikationsspezifischer LED-Beleuchtung im Standardgehäuse zur Verfügung.

Der neueste Embedded-Laserprofilsensor wird ebenfalls als Exponat gezeigt. Dank der von Vision Components entwickelten Ambient Light Suppression Technology ermöglicht er Messungen bei Umgebungslichtstärken von bis zu 100.000 Lux. Der Profilsensor enthält ein Zynq-Modul von Xilinx, ein System-on-Chip (SoC), auf dessen integriertem FPGA die komplette Berechnung der 3D-Daten ausgeführt wird. Der zusätzlich vorhandene leistungsstarke ARM-Prozessor mit 2 x 866 MHz Taktrate kann frei programmiert werden für andere anwendungsspezifische Aufgaben wie die Grauwertanalyse und ermöglicht so die Durchführung zusätzlicher Prüfaufgaben in 2D. Außerdem wird eine Fahrzeugtypenerkennung auf Basis von Deep-Learning-Algorithmen demonstriert. Diese kann alleinstehend verwendet werden oder mit der Carrida-Software für die automatische Nummernschilderkennung (ALPR/ANPR), um die Erkennungsgenauigkeit zu erhöhen. Es gibt vielfältige Anwendungen rund um die Zufahrtskontrolle, Straßenverkehrsüberwachung und Smart City.

MIPI-Kameras für die digitalisierte Welt

An einem zweiten Stand zeigt der Anbieterb seine neuen MIPI-Kameramodule zum Einsatz mit verschiedensten CPU-Boards. Die ultrakompakten Platinen richten sich vornehmlich an neuartige Applikationen mit vielen Kameras, wie beispielsweise die Bereiche Smart City, Fahrerassistenzsysteme, Drohnen und Medizintechnik.

Das verfügbare Sortiment bietet OEMs, die für derartige Anwendungen Bildverarbeitungssysteme entwickeln, größte Flexibilität. Die MIPI-Module lassen sich aktuell an über 20 CPU-Boards verschiedener Hersteller anschließen, unter anderem alle Raspberry-Pi-Boards, alle 96Boards, NVIDIA TX1 und TX2 sowie weitere Boards mit i.MX6 / i.MX8. Sie sind heute schon mit verschiedenen hochauflösenden Global-Shutter- und Rolling-Shutter-Sensoren verfügbar. Der Hersteller wird die Baureihe weiter ergänzen. Die MIPI-Kameramodule sind eine kostengünstige Alternative zu Embedded-Vision-Systemen. Die Platinen zeichnen sich durch höchste Verarbeitungsqualität aus: Sie sind robust und für bestmögliche Wärmeableitung und minimales Rauschen konstruiert. Für eine einfache Verarbeitung enthalten sie vorgefertigte Befestigungsbohrungen und Präzisionspassungen.

Embedded World, Halle 2, Stand 444 und Halle3, Stand 764