Hart im Nehmen, hochflexibel zu vernetzen

Ethernet-fähige Ex-Remote HMIs der neuesten Generation von R. Stahl

13. Mai 2009

Robuste Remote HMI-Stationen für den Einsatz in rauer Industrieumgebung sowie in Ex-Bereichen der Zonen 1, 2, 21 und 22 stellt R. Stahl auf den Frühjahrsmessen Interkama und Achema 2009 vor.

Die neue Baureihe ET/MT-5x6 mit 15‘‘- oder 19‘‘-Touchscreen bietet Anwendern vielfältige Möglichkeiten, PCs im sicheren Bereich von Stationen im Feld aus zu bedienen. Zum einen können die HMIs als Thin Clients via RDP oder VNC-Protokoll unmittelbar über ein Ethernet mit Host-Computern kommunizieren. Alternativ lässt sich der klassische Weg, nämlich die Ankopplung über eine KVM-Box wählen. Für diese Lösung, bei der die Box Daten von und zu den Bild- und Bedienschnittstellen (Keyboard, Video, Mouse) des Computers übermittelt, werden neben älteren Schnittstellen (VGA, PS/2) auch die aktuellen digitalen Standards (DVI, USB) unterstützt.

Auch mit der KVM-Box werden Remote HMIs per TP- oder LWL-Ethernetkabel verbunden, was die Kommunikation flexibilisiert: Zwar bleiben einfache Eins-zu-Eins-Zuordnungen zwischen Ex-Stationen und PCs im sicheren Bereich möglich, mit Switches stehen jedoch noch viele andere Optionen zur Verfügung. So kann etwa ein Automatisierungs- oder ein Condition Monitoring-System von bis zu vier verschiedenen Stationen aus bedient werden. Ebenso lässt sich bei Bedarf von einem einzigen Remote HMI aus auf wechselnde Server zugreifen. Auch eine Multi-Monitor-Feldstation mit Anbindung an mehrere Grafikkarten desselben PCs kann implementiert werden. Ähnlich anwenderfreundlich fällt die Konfiguration der Firmware aus. Bei einer einfachen KVM-Ankopplung der Station an einen PC mit digitalen Schnittstellen ist keinerlei Parametrierung nötig. Außerdem werden Einstellungen bequem über Dialogmasken am Bildschirm vorgenommen – statt, wie bei anderen Remote-Stationen noch immer üblich, eine DIP-Schalterleiste am oder im Gerät zu suchen und manuell zu konfigurieren. Am Remote HMI steht ohne Treiber auf dem Host-PC schon beim Login die volle Touchscreen-Funktionalität einschließlich aller Eingabemöglichkeiten zur Verfügung. Neben kompletter Mausemulation gehört dazu auch ein für 25 Sprachen parametrierbares Soft-Keyboard. Die Systeme trotzen extremen Umgebungstemperaturen von -20°C und +55°C, mit Heizung und Frontschutz sogar von -40°C bis +55°C, und bieten frontseitigen Schutz gemäß IP66.