Herausforderung Biokraftstoffe

Trelleborg Sealing Solutions ermittelt Matrix

19. Mai 2009

Biokraftstoffe wie Biodiesel, Ethanol oder die synthetischen Biomass-to-Liquid (BtL)-Kraftstoffe sind in aller Munde. Sie reduzieren mit Sofortwirkung den CO2-Ausstoß und sind derzeit die vielversprechenden erneuerbaren Alternativen im Mobilitätssektor. Bereits heute tragen sie mit 7,3 Prozent zum Kraftstoffverbrauch in Deutschland bei. Die Verwendung von Biodiesel-Kraftstoffen in Autmobilen stellt neue Anforderungen an die Dichtungstechnik. Schon heute darf in Deutschland die Beimischung von Biodiesel zu herkömmlichem Dieselkraftstoff und Ethanol in fossiles Benzin bis zu 7 Prozent ohne besondere Kennzeichnung betragen. Dieser Anteil wird zukünftig stark steigen.

Doch Bio-Treibstoffe haben chemische Wirkungen auf die Dichtungswerkstoffe. Durch vermehrte Wasseraufnahme im Alterungsprozess entstehen aggressive Säuren, die erhebliche Auswirkungen auf den Dichtungswerkstoff haben. Ähnliches gilt bei der Erhöhung des Bio-Ethanol-Anteils in Benzin. Hier kann die stärkere Quellung des Elastomers zu Problemen in Hochdruckanwendungen führen. Um Motorenherstellern Dichtungen zur Verfügung stellen zu können, die allen treibstoffbezogenen Anforderungen gerecht werden und z.B. hinsichtlich ihrer Medienbeständigkeit, Kälteflexibilität und Volumenquellung nahezu universell tauglich sind, hat Trelleborg Sealing Solutions in den letzten Jahren neue Polymerwerkstoffe entwickelt.

Trelleborg Sealing Solutions (TSS) ermittelte systematisch auf der Basis von Erfahrungen und speziellen Tests eine Matrix, die für verschiedene Anwendungen im System Empfehlungen für die Materialwahl bei Dichtungen erlaubt. Vor diesem Hintergrund sind Entscheidungen zu Dichtungslösungen möglich, die auch in den nächsten Jahren den Anforderungen von steigenden Biokraftstoff-Anteilen genügen.