„Hilfe, mein Stuhl spricht zu mir“

Der durch die Digitalisierung geprägte Wandel in der Arbeitswelt geht weit über das mobile Arbeiten, beispielsweise am Laptop, hinaus. In einem Smart Office werden beispielsweise IT-Lösungen wie Drucker oder smarte Whiteboards digital miteinander vernetzt. Eine Umfrage von Reichelt Elektronik ergab, dass die Deutschen durchaus interessiert sind, in smarte Büroinstallationen zu investieren.

23. Mai 2018

Und die Digitalisierung geht noch viel weiter. Auch traditionelle Büroprodukte wie etwa ein Bürostuhl können vernetzt sein. Dieser würde bei falscher Sitzhaltung Alarm schlagen und an die korrekte Haltung erinnern. Solch eine fortschrittliche Ausstattung ist sicherlich noch nicht häufig in deutschen Büros vertreten, dennoch zeigt eine Umfrage von Reichelt Elektronik, dass die Deutschen durchaus interessiert sind, in smarte Büroinstallationen zu investieren oder das schon getan haben. 60 Prozent der deutschen Unternehmen geben in der von OnePoll durchgeführten Umfrage an, dass sie bereits smarte Installationen im arbeitenden Unternehmen nutzen. Folgende kommen am häufigsten vor:

• … Lichtanlagen mit 68 Prozent

• … Temperaturregelung mit 64 Prozent

• … Rauchmelder mit 61 Prozent

• … Alarmanlagen mit 54 Prozent

• … Rollos mit 54 Prozent

• … Türklingel mit 29 Prozent

„Auch wenn manche noch vor zu viel Digitalisierung im Arbeitsleben zurückschrecken, ist dieser Schritt in unserer Zeit unaufhaltsam. Und es ist ein guter Schritt.“, sagt Frank Gerwarth, Produktmanager bei reichelt elektronik. „Die Digitalisierung bietet Unternehmen die Möglichkeit, durch smarte Installationen Energie einzusparen, Mitarbeitereffizienz zu steigern und generell eine Arbeitsatmosphäre zu schaffen, bei der die Zusammenarbeit gefördert wird. Also ein großer Mehrwert für die Arbeitswelt.“ Das sieht auch die Mehrheit der Deutschen so. 73 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass sich die Investition in Smart Office-Installationen lohnt.

In der Umfrage geben Unternehmen folgende Gründe an, die sie überzeugt haben, auf moderne Technologien umzusatteln:

• 78 Prozent sagen „Strom-/Kostenersparnis“

• 64 Prozent sagen „Sicherheit steigern“

• 57 Prozent sagen „Mitarbeiter-Wohlbefinden verbessern“

• 47 Prozent sagen „Mitarbeiter-Effizienz steigern“

Die Arbeitswelt verändert sich

Die Umfrageergebnisse machen deutlich, wie sehr sich die Anforderungen an einen Arbeitsplatz auch in Deutschland durch die fortschreitende Digitalisierung gewandelt haben. Zu diesem Wandel gehört neben vielen Vorteilen auch, dass ein zunehmendes Tempo in vielen Prozessen nun den Takt angibt.  Auf der anderen Seite stehen den Mitarbeitern immer mehr Tools zur Verfügung, die dabei helfen, den Arbeitsalltag effizient zu gestalten. Das Wichtigste ist deshalb, die Mitarbeiter auf die Reise „Digitalisierung“ mitzunehmen. Das bedeutet, sie in die Umstellung miteinzubeziehen und zu prüfen, ob die Wünsche und Vorstellungen von Unternehmen und Mitarbeitern im Einklang sind.

Verschiedene betriebliche Anforderungen berücksichtigen

Doch an welchem Punkt sollen Unternehmen am besten mit der Digitalisierung des Büros beginnen? Hier gilt es zu berücksichtigen, dass die Anforderungen jedes Unternehmens unterschiedlich sind. Deshalb empfiehlt es sich im ersten Schritt zu identifizieren, welche Ziele erreicht werden wollen: Soll der Alltag effizienter gestaltet werden? Sollen neue Lösungen für mehr Sicherheit sorgen? Oder ist ein Ziel die Steigerung des Wohlbefindens im Büro? Diese Einschätzung sollte immer unter Einbezug der Mitarbeiter passieren. Natürlich können mit einer Investition auch mehrere Ziele verfolgt werden, so kann ein smartes Heizsystem die Energiekosten signifikant senken. Zugleich verbessert es das Wohlbefinden der Mitarbeiter am Arbeitsplatz.

Die Umfrage wurde im März 2018 durchgeführt. Befragt wurden Verantwortliche für den Einkauf sowie die IT-Ausstattung in Unternehmen.