Hitze, Feuchtigkeit, Chemie

„iglidur H1“ - neuer Allround-Lagerwerkstoff für extreme Bedingungen von igus

08. November 2007

igus hat einen neuen Werkstoff mit Namen „iglidur H1“ entwickelt. Die Gleitlager aus dem neuen Hochleistungspolymer sind ideal, wenn hohe Standzeiten unter extremen Bedingungen gefordert sind. Sie sind schmiermittelfrei, verschleißfest und reibungsarm auch bei Hitze, Feuchtigkeit und Chemie. Als Allround-Lagerwerkstoff bietet „iglidur H1“ dabei „ein sehr gutes Preis-Leistungs-verhältnis speziell im Vergleich zu Standard-Hochtemperaturpolymeren“, so Hersteller igus.

Mit einer oberen langzeitigen Anwendungstemperatur von 200 °C sind die neuen „iglidur H1“-Gleitlager prädestiniert für Einsätze im Automotive-Bereich, zum Beispiel bei Getriebeaktuatoren oder als Lkw-Bremssattellagerung bei bis zu 170 °C. Dabei erweisen sie sich überdies als schwingungsdämpfend und medienbeständig (Bremsflüssigkeit u.a.).

Schwall- und dampfstrahlbar

Ein weiteres zentrales Anwendungsfeld für „iglidur H1“-Gleitlager bilden die Verpackungs- und Lebensmitteltechnik sowie die Getränkeabfüllung. Neben einer guten Chemikalienbeständigkeit, auch bei Einsatz von PES Reinigern, sind sie schwall- und dampfstrahlbar und haben eine hohe Verschleißfestigkeit auch bei weichen Edelstahlwellen. Typische Einsätze von „iglidur H1“-Lagerungen liegen zum Beispiel im kulissengeführten Huborgan für aseptische Abfüllmaschinen, in Waschketten in Flaschenreinigungsmaschinen oder in Flaschengreifern. Gemeinsam ist diesen Beispielen eine geforderte hohe Laufleistung unter extremen Umgebungsbedingungen. Genau für solche Anwendungen ? auch jenseits von Automobil- oder Abfülltechnik - hat igus den Werkstoff „iglidur H1“ entwickelt.

Die neuen Gleitlager sind ab sofort lieferbar als Standardprogramm von 6 bis 20 mm mit oder ohne Bund. igus bietet aktuell mehr als 7.400 Kunststoff-Gleitlager ab Lager an, bei 28 verschiedenen Werkstoffen für nahezu jede Anwendung. Jahr für Jahr entwickeln die Kölner mehr als hundert neue Kunststoff-Compounds, die im firmeneigenen Labor jährlich über 5.000 Tests durchlaufen.