HLVB Tandem

Mit der Kraft der zwei Bremsen

16. Dezember 2010

Die Nothaltesysteme bei Toren und Maschineneinhausungen werden oft sensorisch ausgelöst und müssen relativ aufwendig konstruiert werden. Mit der neuen HLVB Tandem hat Hema eine weitere Sicherheitsbremse entwickelt, die nicht nur schnell und zuverlässig klemmt, sondern auch rein mechanisch funktioniert. Dadurch entfallen etwaige elektrische, hydraulische oder pneumatische Anschlüsse.

Für motorisch verfahrbare Lasten mit Antriebsriemen, wie z. B. Zahnriemen, haben die Ingenieure bei Hema ihre mechanisch arbeitende Sicherheitsbremse HLVB weiterentwickelt – zur HLVB Tandem.

Im Unterschied zur Standardversion ist bei der Tandem-Ausführung kein Gegengewicht zum Offenhalten der Bremse erforderlich. Die Sicherheitsbremse wird mit dem Gehäuse an der Last befestigt und mit den beidseitigen Zuglaschen in den Antriebsriemen integriert – ähnlich einem Spannschloss.

Über die Riemen-Vorspannung wird die Bremse für ein ungehindertes Verfahren der Last offen-gehalten. Sollte der Antriebsriemen infolge Überlastung oder Materialermüdung abreißen oder die Riemenvorspannung aus einem anderen Grund unter den erforderlichen Mindestwert absinken, dann löst die Bremse unmittelbar und ohne Schaltzeiten selbsttätig aus und verhindert so das Abstürzen der Last.

Durch die Montage eines neuen Riemens bzw. Erhöhung der Vorspannung wird die HLVB Tandem wieder freigeschaltet und ist erneut einsatzbereit. Grundsätzlich kann die Sicherheitsbremse auf einer separaten Bremsschiene oder direkt auf einer Linearführungsschiene angewendet werden.

Die kompakte HLVB Tandem ist bei richtiger Dimensionierung selbsthemmend bzw. -verstärkend, sodass bei höherer Last auch die Haltekraft proportional zunimmt. Für raue Umgebungen sind zudem abgedichtete Ausführungen der Sicherheitsbremse möglich.