Hochgenau dank optischer Messung

Faulhaber erweitert sein Portfolio um die hochgenauen Encoder IER3 und IERS3. Dank des optischen Messprinzips mit einer präzisen Maßverkörperung sind die Encoder hochgenau und weisen eine hohe Signalqualität auf.

20. Mai 2016

Beide Encoder liefern Zweikanal-Quadratursignale sowie ein zusätzliches Indexsignal. Ein Faulhaber DC?Kleinstmotor oder bürstenloser DC?Servomotor kann mit dem IER3 und IERS3 auf typischerweise 0,1 bis 0,3 Grad genau positioniert werden. Damit sind die Encoder die ideale Lösung für hochpräzise Positionieranwendungen.

Die Encoder können mit den graphitkommutierten DC?Kleinstmotoren der Baureihen CXR und CR ab Durchmesser 22 Millimeter und mit den bürstenlosen DC?Servomotoren der Baureihen BX4 und BP4 kombiniert werden.

Die Encoder sind im Vergleich zu anderen optischen Encodern kompakt und leicht. Verwendet wird ein optoreflektives System als Single?Chip?Lösung: Da LED, Fotodetektoren, Auswerteeinheit und Interpolationsstufe in einem Chip verbaut sind, benötigen sie wenig Bauraum. Die durchmesserkonformen Modelle IER3 und IERS3 sind mechanisch identisch und kompatibel zu dem magnetischen Encodern IE3. Sie verlängern die Motoren lediglich um 15,5 bis 18,5 Millimeter.

Beide Encoder sind auch mit Line-Driver verfügbar als IER3 L und IERS3 L. Der Line Driver erzeugt komplementäre Ausgangssignale und macht die Übertragung der Daten besonders unempfindlich gegenüber elektrischen Störungen vor allem bei langen Encoder-Anschlussleitungen.

Der IER3 hat mit bis zu 10.000 Impulsen pro Umdrehung die höchste Auflösung seiner Klasse. Mit der Auswertung von 40.000 Flankenpositionen pro Umdrehung erreicht er eine Winkelauflösung von 0,009 Grad. Die hohe Auflösung führt zu einer sehr hohen Regeldynamik und einem sehr präzisen Gleichlauf. Eine Vielzahl weiterer Auflösungsvarianten steht zur Verfügung. Der IERS3?500 bietet Auflösungen von 250 und 500 Impulsen pro Umdrehung.

Aufgrund der sehr hohen Positions?und Wiederholgenauigkeit eignen sich die Geräte für anspruchsvolle Positionieranwendungen wie etwa in der Medizintechnik, der Laborautomatisierung, der Messtechnik oder in optischen Systemen. Auch in der Automatisierungstechnik, wie zum Beispiel in der Halbleiterfertigung, oder in der Robotik können die optischen Encoder eingesetzt werden.

Da die optischen Encoder unempfindlich gegenüber starken magnetischen Störungen sind, sind sie außerdem bestens geeignet für Anwendungen mit magnetischen Störfeldern wie zum Beispiel in Tomographen oder in der Bildverarbeitung.