Hochviskose Klebstoffe bei 180 °C sicher auftragen

Der neue Heißdosierer von Atlas Copco eignet sich zum Dosieren spezieller Kleb- und Dichtstoffe, die mit mehr als 100 °C verarbeitet werden müssen. Ausgelegt ist das System bis 180 °C.

22. August 2018

Einlassventil, Materialkammer, Applikator und Düse sind durchgängig beheizt und thermisch vom Antrieb entkoppelt. Letzteres ist besonders wichtig, um den Antrieb von den dauerhaft sehr hohen Temperaturen zu schützen.

Ein Anwendungsbeispiel ist Heißbutyl, das unter anderem zum Stützkleben (sogenannte Anti-Flatter-Anwendungen) im Automobilrohbau oder zum Abdichten von Batterien in Elektrofahrzeugen verwendet wird. Gängige Verarbeitungstemperaturen liegen hier bei 100 bis 160 °C. Die Anlagentechnik für die Verarbeitung solcher Kleb- und Dichtstoffe ist anspruchsvoll: Sie muss ein hochviskoses Material bei konstant hohen Temperaturen und vergleichsweise hohen Durchflussraten sicher und unterbrechungsfrei fördern und applizieren können, um eine qualitativ hochwertige Kleberaupe zu erzielen.

Atlas Copco stellt hierfür nun voll beheizte Gesamtsysteme zur Verfügung, die hohe Zuverlässigkeit bieten und einen ununterbrochenen, präzisen Auftrag von heiß zu verarbeitenden Klebstoffen sicherstellen: von der beheizten Folgeplatte und Pumpe über Kolbenstangenheizung, Materialabgang und Materialschläuche bis hin zum vollständig beheizten Dosierer. Die Heizzonen können einzeln angesteuert und geregelt werden, um das Material schonend aufzuheizen. Anwender bekommen damit die Temperaturführung ihres Prozesses hervorragend in den Griff – und das vor allem auch bei hohen Temperaturen, heißt es bei Atlas Copco. Sowohl die Materialzufuhr als auch die Applikation des Kleb- oder Dichtstoffs werde mit den Systemen erleichtert, der Gesamtprozess werde stabiler und sicher beherrschbar.