Hochzuverlässige Modems

Der Gotthardtunnel ist weltweit führend bei der Installation von Sicherheitskontrollen.

24. April 2007

Weiss-Electronic, der Lieferant für sein Verkehrsmanagementsystem, hat sich für das Glasfasermodem LD-64 von Westermo zur Übertragung der Daten von den 272 Verkehrssignalleuchten und 68 Geschwindigkeits- oder Notfallanzeigetafeln entschieden.

Der Gotthardtunnel in den Schweizer Alpen gilt als eine der engsten Passagen auf der Transitstraße zwischen Nord- und Südeuropa und als einer der längsten Tunnels der Welt (17 km).

Um eine erhöhte Sicherheit des Verkehrsflusses zu gewährleisten, hat Weiss-Electronic eine neue, revolutionäre Straßenkontrollinstallation integriert, die die Fahrzeuge den geeigneten Fahrspuren der Tunneleinfahrt zuordnet. Diese Einfahrt kann geschlossen werden, wenn das Durchfahren des Tunnels wegen eines Unfalls unmöglich geworden ist. Durch das systematische Messen und Zählen kann immer nur eine gewisse Anzahl an Fahrzeugen gleichzeitig im Tunnel fahren, bei der die Sicherheit gewährleistet bleibt. Durch eine so genannte ‘drop control’ können außerdem die Lkws voneinander abgesondert werden, um so eine Konvoibildung in der 17 km langen Tunnelröhre zu verhindern. Dies ist besonders im Brandfall wichtig, um ein Ausbreiten der Flammen zu verhindern.

Die notwendige Signalumschaltung startet im Brandfall automatisch, sobald die erlaubte CO-Konzentration überschritten wird oder stillstehende Fahrzeuge entdeckt werden. Das gesamte Datenmanagementnetzwerk basiert auf redundanten Ringen. Deshalb ist das System auch bei einem defektem Kabel oder einer Gerätestörung weiterhin steuerbar.

Alle von den Signalleuchten oder Geschwindigkeitsanzeigetafeln kommenden Daten werden dann über das Glasfasermodem LD-64 mit RS-485 Schnittstelle von Westermo an das Kontrollsystem weitergeleitet. Es gibt insgesamt 68 Stationen; jede davon ist mit zwei LD-64 ausgerüstet, eines für den normalen Bus und eines für den Notfallbus, der zur Übertragung von Alarmsignalen bei Störung einer Glasfaserverbindung verwendet wird. Jede dieser Stationen besitzt vier Signalleuchten und eine Anzeige für Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Notfälle. Dazu wird das Protokoll TLS Inselbus verwendet, ein von der deutschen Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) genormtes Spezialprotokoll für „Technische Lieferbedingungen für Streckenstationen“.