Hohe Unempfindlichkeit gegen elektromagnetische Störquellen

Störsichere Datenkommunikation mit POWERLINK von EPSG

04. Dezember 2007

Das Echtzeitkommunikationssystem POWERLINK zeichnet sich durch hohe Unempfindlichkeit gegen elektromagnetische Störquellen aus. Im Gegensatz zu Bussen mit Ringtopologie, bei dem der Master erst Rückmeldungen auswerten und Anweisungen geben kann, nachdem ein Sammeltelegramm alle Teilnehmer passiert hat, erwartet der Master bei POWERLINK unmittelbar auf jede Anfrage die Antwort. Diese Kommunikationsstruktur, die sich durch eine Kombination aus Zeitschlitz- und Pollingverfahren auszeichnet, macht das System erheblich fehlertoleranter gegenüber unerwünschten elektromagnetischen Einflüssen, da zerstörte Telegramme nur zu kurzfristigen Unterbrechungen der Kommunikation mit einzelnen Teilnehmer führen.

Bei Ringbussen können Beschädigungen des Sammeltelegramms den Ausfall eines gesamten Zyklus verursachen und zudem erhebliche Schwierigkeiten bei der Fehlereingrenzung bereiten. Bei POWERLINK hingegen ist die Wahrscheinlichkeit extrem gering, dass eine elektromagnetische Störung ein Einzeltelegramm in zwei aufeinanderfolgenden Zyklus unlesbar macht; ein einmalig auftretender Fehler kann vom POWERLINK-System aber toleriert werden.

Elektromagnetische Störeinflüsse, die zum Beispiel durch Frequenzumrichter, schlecht isolierte Verkabelung oder durch Leitungsbeschädigungen verursacht werden, gefährden die korrekte Datenübertragung der Feldbusse. Die vollständige Abschirmung ist - wenn überhaupt - nur unter erheblichem Aufwand möglich.