Horn gründet Fertigungsbereich „Additive Fertigung"

Werkzeuganbieter Paul Horn nutzt die additive Fertigung bereits in der eigenen Produktion, insbesondere bei der Herstellung von Prototypen, Sonderwerkzeugen und Trägerwerkzeugen. Mit dem neuen Fertigungsbereich "Additive Fertigung" will Horn die Vorteile des Verfahrens nun auch seinen Kunden zur Verfügung stellen.

15. Oktober 2018
Bauteile, bei denen das additive Fertigungsverfahren zum Einsatz kommen kann.
Bild 1: Horn gründet Fertigungsbereich „Additive Fertigung" (Bauteile, bei denen das additive Fertigungsverfahren zum Einsatz kommen kann.)

Diese Abteilung ist eng mit der mechanischen Fertigung und gleichzeitig der Pulveranalytik sowie der Qualitätssicherung verbunden.

Zum Einsatz kommt bei Horn das SLM-Verfahren (Selective Laser Melting), auch Pulverbettverfahren genannt. Bei diesem Verfahren wird das Metallpulver in Schichten auf eine absenkbare Plattform aufgetragen und danach im relevanten Bereich durch den Laser belichtet und aufgeschmolzen. Dies wird so lange wiederholt, bis die Bauteilhöhe erreicht ist. Als Werkstoffe kommen vorerst Aluminium (AlSi10Mg) und Edelstahl (1.4404) zum Einsatz. Weitere Werkstoffe befinden sich zurzeit in der Erprobung. Die Bauraumgröße beträgt maximal 300 x 300 x 300 mm.

Da Horn alle Fertigungsschritte im Haus hat, kann direkt auf Kundenanforderungen eingegangen werden. Die Herstellung der Teile erfolgt je nach Kundenwunsch in verschiedenen Ausführungsformen. Horn unterstützt dabei Kunden auch bei der SLM-gerechten Konstruktion und der Auswahl geeigneter pulverbasierter Parameter. Die Herstellung erfolgt nach Wunsch bzw. Kundenanforderung als Rohteile sowie Halbzeuge bis hin zum fertig bearbeiteten Bauteil. Weitere Vorteile sind der vorhandene Maschinenpark und die entsprechenden Messmittel.