Hubvorrichtung für Schleuse im „Eisernen Tor“

Pfaff-silberblau hat eine spezielle Hubvorrichtung konstruiert und installiert

26. Juli 2012

Das „Eiserne Tor“ an der Donau in den südlichen Karpaten an der Grenze von Rumänien zu Serbien gilt als einer der imposantesten Taldurchbrüche Europas. Zwei 1972 gebaute Laufwasserkraftwerke – „Iron Gate“ 1 und 2 – mit Schleusenanlage hatten den bis dahin für die Schifffahrt gefährlichsten Donauabschnitt entschärft. Für die Wartung dieser Schleusenanlage hat Columbus McKinnon Engineered Products GmbH, Kissing, jetzt eine spezielle Hubvorrichtung konstruiert und installiert. Die lineare Hublösung besteht aus vier hochpräzisen und erprobten Schwerlast-Spindelhubelementen SHE 100.1 der Marke Pfaff-silberblau. Sie heben und senken das rund 200 t schwere Schleusentor um 700 mm – mit einer Abweichung von weniger als 0,1 mm.

Die Hubvorrichtung kommt im Bereich des Laufwasserkraftwerkes „Iron Gate 1“ zum Einsatz. Dieses verfügt über eine Schleusenanlage mit zwei Kammern von 310 m Länge und 34 m Breite. Zur Wartung der Schleusentore müssen diese mit Hilfe einer Hubvorrichtung um 700 mm angehoben werden – ideale Aufgabe für eine eigens zu diesem Zweck konstruierte Hebe- und Wartungsvorrichtung.

Für das Hubsystem wurden jeweils vier Spindelhubelemente der Baureihe SHE 100.1 von Pfaff-silberblau mit hebender Spezialgewindespindel über Kegelradgetriebe und Kardangelenkwellen mechanisch verbunden und synchronisiert. Durch den geringen Verdrehwinkel in den Antriebs- und Verbindungswellen von nur einem viertel Grad pro laufendem Meter und der Untersetzung im Schneckengetriebe ergibt sich innerhalb des Systems ein extrem präziser Gleichlauf mit einer Abweichung von weniger als 0,1 mm.

Insgesamt hebt und senkt das System eine Gesamtlast von 200 t mit einer Geschwindigkeit von 0,06 m/min. Zwei Antriebsmotoren, die synchron angefahren werden, sichern eine ideale Drehmomentaufteilung. Für die richtige Drehzahl an den Hubgetrieben, die für das Erreichen der erforderlichen Hubgeschwindigkeit nötig sind, sorgen je zwei Kegelradgetriebe. Die selbsthemmenden Spindelhubelemente garantieren, dass die 200 t schwere Schützentafel in der erforderlichen Arbeitshöhe ohne zusätzlich Abstützung gehalten wird.

Die Steuerung des Hubsystems für das Schleusentor verfügt über einen 45 KW-Wendeschütz, der beide Motoren gleichzeitig versorgt, und wird über drei Drucktasten bedient. Die Anlage startet auf Knopfdruck und schaltet automatisch ab, sobald die Endschalter erreicht werden. Der Betriebszustand wird über vier LED-Meldeleuchten angezeigt.