Hybride Fertigung im Kommen

Spatial hat einen kompletten Workflow für additive und hybride Produktion veröffentlicht, der fertigungsseitig auf Komponenten von ModuleWorks beruht. Voraussichtlich werden deswegen in den nächsten ein bis zwei Jahren verstärkt CAD/CAM-Releases auf den Markt kommen mit vorbereiteten Abläufen für spanende und/oder additive Produktion.

02. Oktober 2017

Spatial und ModuleWorks haben zusammen Software-Komponenten entwickelt, aus denen CAD/CAM-Anbieter innerhalb ihrer Software komplette Workflows für additive sowie hybride Fertigung anbieten können. Die Dassault-Systèmes-Tochter Spatial ist einer der beiden größten Entwickler von Modellierkernen (neben Siemens PLM mit Parasolid), und die Aachener ModuleWorks ein weltweit tätiger Entwickler von CAM-Komponenten. Beide Unternehmen arbeiten bereits seit Jahren bei der Kombination von Komponenten zusammen, da sie eine Reihe gemeinsamer Kunden haben. 

Der neue Workflow, der auf der CAD/CAM-Entwicklungsumgebung aufsetzt, besteht aus drei Schritten: 

- Import der Modelldaten;

- Reparatur des Modells und Vorbereitung für 3D-Druck und spanende Bearbeitung;

- Generierung der Werkzeugwege oder 3D-Druck in der gleichen Anwendung.

Auf Seiten von Spatial sind an dem Ablauf die Bibliotheken "3D InterOp" und "CGM Polyhedra" beteiligt. 3D InterOp ermöglicht den Import von 3D-Daten in verschiedenen Standardformaten und nativen Formaten. CGM Polyhedra übernimmt die Reparatur und Vernetzung des Modells. Das so vorbereitete Modell wird an die CAM-Funktionen von ModuleWorks übergeben. Diese führen für spanende Bearbeitung Funktionen wie Werkzeugwegberechnung und Simulation aus. Für additive Produktion übernehmen sie zum Beispiel die Materialdefinition, die Steuerung des Schichtaufbaus und automatische Verschachtelung. Dieser Ablauf ist nun möglich, da ModuleWorks gerade neue Komponenten für additive und hybride Produktion entwickelt hat. 

"Unsere fortgesetzte Zusammenarbeit mit ModuleWorks ermöglicht uns, eine integrierte Software-Plattform anzubieten, die es Herstellern von 3D-Druckern sowie ISVs die Entwicklung von Anwendungen ermöglicht, die alle Aspekte der additiven Fertigung abdeckt", so Ray Bagley, Produktmanager für Modellierer und additive Fertigung bei . "Diese integrierte Lösung kombiniert die Stärken von 3D InterOp, CGM Polyhedra und den Fertigungs-Engines von ModuleWorks. Kunden können diese Lösung nutzen, um robustere Applikationen an Endanwender zu liefern, die Bedienbarkeit und Effizienz zu verbessern und gleichzeitig die Risiken der Entwicklung zu reduzieren."