»Ideale Plattform«

Blickpunkt

Fragen an Johannes diemer Mechatronik ist nach wie vor unverzichtbar, sagt der Business Development Manager von HP. Genauso wie der Kongress in Karlsruhe als Wegweiser.

24. Mai 2012

Herr Diemer, welchen Stellenwert hat die Mechatronic Karlsruhe für Sie und Ihr Unternehmen?

Die Konferenz thematisiert relevante Entwicklungen in der Praxis und zukunftsweisende Trends. Für uns als Lieferant von IKT- und Cloud-Technologien und Dienstleister für den Maschinen– und Anlagenbau ist die Mechatronic Karlsruhe eine ideale Plattform, neue Technologien und Konzepte im Cloud-Computing zu positionieren.

Wie wichtig ist für Sie die Gelegenheit, auf dem Kongress referieren zu können?

Die Hewlett-Packard GmbH entwickelt mit Firmen wie MAG-IAS, POL Solution und den Fraunhofer Instituten IPA und IOSB eine Lösung für eine Community-Cloud, die wir als »Virtuelles Fort Knox« bezeichnen. Sie bietet dem Maschinen- und Anlagenbau eine sichere, föderative Plattform für die Kooperation in Produktions- und Wertschöpfungsverbünden. Dieses Konzept hat eine hohe Relevanz für deutsche Unternehmen. Wir sind gespannt auf die Diskussion.

Welche Relevanz hat Mechatronik heute noch?

Nachdem in den 70er Jahren die Elektronik und die IT die Automatisierung von Produktionsprozessen vorangetrieben haben, erleben wir nun den Beginn der vierten industriellen Revolution. Die virtuelle und die physikalische Welt verschmelzen zu so genannten Cyber-Physical-Systems. Es entstehen mehr autonome, selbststeuernde, wissensbasierte und sensorgestützte Produktionssysteme. Das Know-how der Mechatronik verbindet per Definition Mechanik, Elektronik und Informatik und leistet hier einen zentralen Beitrag.

Wie passt Industrie 4.0 in das Thema?

Die produzierenden Unternehmen in Deutschland können die vierte Industrielle Revolution im Rahmen des Zukunftsprojekts Industrie 4.0 aktiv mitgestalten. Themen wie Cyber-Physical-System, Smart Factory und das »Internet der Dinge« sind Kernanliegen des Projekts und ohne Mechatronik nicht realisierbar.

Wie wird Industrie 4.0 mechatronische Anwendungen verändern?

Mechatronische Anwendungen werden verstärkt in kooperativen Produktionsverbünden eingesetzt und als Apps in der Lage sein, mit anderen Anwendungen und Diensten über Community-Clouds zu interagieren. Die Implementierung als Cloud-Service wird die Anforderungen an Sicherheit und Standardisierung erhöhen und den Prozess der Entwicklung verändern.

Die Fragen stellte Michael Kleine

Zur Person

Johannes Diemerist Business Development Manager für industrielle Produktion bei der Hewlett-Packard GmbH. Nachdem er 1996 bei HP als Technischer Consultant begonnen hatte, nahm er jeweils mehrere Jahre als Produkt Manager, Vertriebsleiter für den Bereich Forschung und Lehre und als Verantwortlicher für den Bereich High Performance Computing in Deutschland Führungsaufgaben wahr.

Hewlett-Packard (HP)

Als weltweit größtes Technologieunternehmen stellt HP für mittelständische Unternehmen bewährte Lösungen für Mobilität, Sicherheit und geschäftliche Kontinuität bereit. Der Konzern bietet Services an, die es Unternehmen erlaubt, IT-Ressourcen nach Bedarf zu beziehen und genau nach Verbrauch zu bezahlen.

Erschienen in Ausgabe: 04/2012