Wellenreiten auf dem Asphalt

Das Curfboard ist ein neuartiges Sportgerät, das Surf- und Skateboard vereint. Die Anforderungen an seine bewegten Bauteile sind hoch, insbesondere an die Lager. Die müssen verschleißfest, belastbar, wartungsfrei und auch bei härtesten ,,Curf“-Bedingungen zuverlässig sein. Die Entwickler entschieden sich für verschleißfeste Gleitlager aus Hochleistungspolymeren von Igus.

17. Mai 2019
Wellenreiten auf dem Asphalt
Gleitlager aus den verschleißfesten Hochleistungspolymeren Iglidur J350 und Iglidur Z sorgen im Curfboard für eine störungsfreie Fahrt. ( Bild: Igus)

Ob skaten oder surfen, das Curfboard kombiniert die zwei Sportarten in einem neuen Sport- und Freizeitgerät. So verspricht der Hersteller ein »ultimatives Surfgefühl auf Rädern«. Dafür sorgen sollen die neuartigen, besonderen Achsen. Diese kommen ganz ohne Gummidämpfer oder Federn aus und besitzen eine 4-Gelenk-Kinematik, wodurch sie selbstregulierend sind: Über die Schwerkraft stellen sie sich automatisch auf das Gewicht des Fahrers ein. Zudem besitzt das Board ein besseres Ansprechverhalten, wodurch es sich leichter steuern lässt. Eine weitere Besonderheit ist, dass der Fahrer sich zur Fortbewegung nicht mehr mit dem Fuß abstoßen muss. Stattdessen wird, ähnlich dem Surfen, durch Gewichtsverlagerung des Körpers Geschwindigkeit aufgebaut – und das sogar bergauf. Die Ansprüche an die Bauteile sind daher besonders hoch. Während beim Skateboard die Achsen und somit die Lager primär in Kurvenfahrten belastet werden, sind sie beim Curfboard permanenter Belastung ausgesetzt. Um diesen Belastungen zu trotzen, entschied sich Stephan Augustin, Erfinder des Curfboards, für verschleißfeste Gleitlager aus Iglidur Z und Iglidur J350 Hochleistungspolymeren.

Gleitlager gewinnen Härtetest

Auf der Suche nach den richtigen Gleitlagern führte Augustin zunächst einen rund viermonatigen Outdoor-Versuch unter härtesten Bedingungen mit Lagern verschiedener Hersteller durch. »Nach der Auswertung des Versuchs wurde sichtbar, dass lediglich die Gleitlager von Igus aus Iglidur Z und Iglidur J350 den Anforderungen gewachsen waren«, erklärt Augustin. Während Metall/PTFE-Verbund Gleitlager bereits nach kurzer Zeit verschlissen und komplett ausfielen, konnten sich die Iglidur Gleitlager bewähren. Da die Gleitlager trotz der permanenten hohen Belastungen abriebfest und gleichzeitig korrosions- und wartungsfrei sein mussten, wählte der Hersteller den Hochleistungskunststoff Iglidur Z für die Lagerung direkt am Ausleger. Der Werkstoff zeichnet sich durch seine Verschleißfestigkeit und Unempfindlichkeit gegenüber Kantenpressungen aus. An weniger belasteten Stellen kommen Gleitlager aus Iglidur J350 zum Einsatz. Der Werkstoff überzeugt vor allem durch seine niedrigen Reibwerte auf Stahl und Aluminium und ist unempfindlich gegenüber Stößen und Schlägen. Ein weiterer Vorteil ist die Schmiermittelfreiheit der Lager, sodass kein Dreck an den Lagern anhaften kann. Zudem kommen beide Werkstoffe ganz ohne flüssige Schmierung aus. Durch die im Kunststoff eingebetteten Festschmierstoffe bleibt die Lagerstelle trocken. Schmutz und Staub können somit nicht so leicht anhaften und sind einfach abwaschbar.

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