Igus verdreifacht seinen 3D-Druckservice

Igus freut sich über die steigende Nachfrage nach maßgefertigten Sonderlösungen. Die Kölner haben daher ihre 3D-Druckkapazitäten im Bereich des SLS-Verfahrens verdreifacht.

08. Oktober 2018
Aufgrund der hohen Nachfrage bauen wir mit neuen SLS-Druckern unseren 3D-Druckservice für verschleißfeste Sonderlösungen weiter aus, freut sich Tom Krause, Geschäftsbereichsleiter Additive Fertigung bei Igus.
Bild 1: Igus verdreifacht seinen 3D-Druckservice (Aufgrund der hohen Nachfrage bauen wir mit neuen SLS-Druckern unseren 3D-Druckservice für verschleißfeste Sonderlösungen weiter aus, freut sich Tom Krause, Geschäftsbereichsleiter Additive Fertigung bei Igus. )

Für die Herstellung eines abriebfesten Sonderteils oder einer Kleinserie bietet Igus den 3D-Druckservice im Intenet: CAD-Daten hochladen, Material auswählen und Bestellung auslösen. Geeignet für alle Anwender – vom Hobbybastler bis hin zum großen Industriekunden. Gefertigt werden die Bauteile zum größten Teil mit dem SLS-Verfahren. Bei diesem Verfahren wird das von Igus eigens entwickelte hoch abriebfeste SLS-Material Iglidur I3 auf die gesamte Arbeitsplattform aufgetragen und mit einem Laserstrahl gesintert. Nach jedem Arbeitsschritt wird die Platte abgesenkt und eine neue Schicht aufgetragen. „Aufgrund der sehr hohen Nachfrage an verschleißfesten Sonderlösungen über den 3D-Druckservice haben wir jetzt unsere Kapazitäten mit neuen SLS-Druckern verdreifacht,“ erklärt Tom Krause, Leiter Additive Fertigung bei Igus.

Komplexe Bauteile schnell gedruckt

Die Vorteile des SLS-Verfahrens: Die SLS-Drucker können einfache und komplexe Bauformen sowie bewegliche Lösungen herstellen. „Bei einem Bauraum von 220x170x300 Millimetern lassen sich pro SLS-Anlage zum Beispiel 5.000 Gleitlager mit einem Innendurchmesser von 10 Millimetern innerhalb von 30 Stunden fertigen. Das Lasersintern sorgt dafür, dass wir die Bauteile nicht nur schnell, sondern auch mit einer höheren Festigkeit und günstiger gegenüber dem FDM-Verfahren anbieten können“, stellt Tom Krause fest. Hohe Kosten etwa wie für die Fertigung von Spritzgusswerkzeugen entfallen und mögliche Designänderungen können ganz einfach am Computer durchgeführt werden, während beim herkömmlichen Spritzguss ganze Werkzeugformen geändert werden müssen. Zudem besteht kein preislicher Unterschied zwischen komplexen und einfachen Formen.

Möchte der Kunde verschleißfeste Zahnräder fertigen lassen, so kann er im 3D-Druckservice auf das hochabriebfeste SLS-Material Iglidur I6 zurückgreifen, das speziell für Zahnräder entwickelt wurde. Gilt es Serien mit bis zu 4.000 Teilen zu drucken, so lassen sich in der additiven Fertigung auch Spritzgusswerkzeuge herstellen, die später in die Spritzgussmaschine eingesetzt werden. Der Vorteil liegt hier darin, dass der Anwender sich sein passendes Material aus über 50 Iglidur Werkstoffen frei auswählen kann.