Immer gut geschmiert

Fluidtechnik

Zentralschmierung – Der optimale Einsatz einer Ölumlaufschmierung erfordert eine permanente Überwachung der Schmierstoffversorgung. Speziell für diesen Zweck entwickelte Strömungswächter bieten dabei zahlreiche Vorteile.

26. August 2013

Eine essentielle Aufgabe in allen Bereichen der Technik, bei denen sich benachbarte Teile relativ zueinander bewegen, ist die Schmierung der Kontaktflächen mit dem Ziel, Reibung und damit Verschleiß zu verringern. Gleichzeitig können damit Partikel und überflüssige Wärme abgeführt werden. Dies erhöht einerseits die Prozesssicherheit und die Lebensdauer von Maschinen und Anlagen und ermöglicht zugleich eine hohe und gleichmäßige Qualität der Prozessergebnisse.

Die erste Entscheidung bei der Planung und Konzeption des geeigneten Schmierverfahrens betrifft die Frage, ob die vorhandenen Schmierstellen einzeln oder zentral mit Schmierstoff versorgt werden sollen. Der Einsatz einer Zentralschmierung bietet sich dabei überall dort an, wo eine große Zahl von Schmierstellen versorgt werden muss, weil sich dadurch der Kontroll- und Wartungsaufwand reduzieren lässt.

Dies gilt zum Beispiel für Getriebe, Pressen und Werkzeugmaschinen. Bei einer Zentralschmierung befindet sich der Schmierstoffvorrat in einem zentralen Reservoir, aus dem das Schmiermittel durch eine Pumpe gefördert und dann zu den Schmierstellen transportiert wird. Im Betrieb muss deshalb nur ein Behälter überwacht und bei Bedarf aufgefüllt werden.

Zudem erleichtert eine zentrale Versorgung auch die Realisierung einer Umlaufschmierung, die einen effizienteren Umgang mit dem Schmierstoff ermöglicht als Verbrauchsschmierungen an den einzelnen relevanten Schmierstellen, da der Schmierstoff nach dem Schmiervorgang in das Reservoir zurückgeleitet wird. Falls erforderlich, wird er zudem vor der Wiederverwendung gereinigt und entsprechend aufbereitet.

Entscheidend ist zudem eine möglichst kontinuierliche Überwachung des Schmierprozesses mit Hilfe geeigneter Kontrolleinrichtungen. Von zentraler Bedeutung für ein optimales Schmierergebnis ist dabei neben der Messung von Druck und Füllstand im Reservoir die direkte Kontrolle der minimalen Durchflussmenge.

Permanente Überwachung

Ein Höchstmaß an Sicherheit bietet dabei die kontinuierliche Durchflusskontrolle an den einzelnen Schmierstellen. Dies gewährleistet nicht nur, dass jede überwachte Schmierstelle mit der erforderlichen Schmiermittelmenge versorgt wird, sondern ermöglicht zudem die Detektion von eventuellen Brüchen der jeweiligen Versorgungsleitungen, wodurch Anlagenschäden und mögliche Ausfallzeiten minimiert werden. Gefordert ist deshalb ein Messverfahren, das eine kurze Ansprechzeit mit Robustheit und hoher Zuverlässigkeit sowie mit Druckfestigkeit verbindet.

Optimal erfüllen diese Anforderungen die Strömungswächter der Baureihen DKM und DKM/A der Meister Strömungstechnik GmbH mit Sitz in Wiesen bei Aschaffenburg, die speziell zur Überwachung von Schmierprozessen entwickelt wurden. Die kompakten und robusten Geräte basieren auf dem bewährten Schwebekörper-Prinzip, dessen schnelle Reaktionszeiten sicherstellen, dass bei einer eventuellen Mangelschmierung mögliche Schäden an der Maschine oder Anlage verhindert oder zumindest minimiert werden.

Die robuste Ausführung der Geräte erlaubt einen Einsatz bei Betriebsdrücken bis zu 350 bar. Die integrierte Viskositätskompensation stellt dabei sicher, dass der Schmierstrom auch bei Viskositätschwankungen in einem Bereich von 30 bis 600 Zentistokes zuverlässig überwacht wird, wie sie bei wechselnden Betriebstemperaturen auftreten können.

Variabler Grenzwert

Die elektrische Überwachung erfolgt mit Hilfe eines Reed-Schalters, der außerhalb der Strömung in einem komplett vergossenen Gehäuse untergebracht ist und durch im Schwebekörper integrierte Magnete initiiert wird. Bereits in der Standardausführung erlaubt das Gerät eine Betriebstemperatur der Grenzwertkontakte bis 120 Grad Celsius, eine optional erhältliche Hochtemperaturausführung arbeitet sogar bis 160 Grad Celsius.

Die hohe Genauigkeit der Geräte in Verbindung mit der geringen Hysterese der Grenzwertkontakte ermöglicht es, den gewünschten Durchflussgrenzwert innerhalb des Messbereichs ohne zusätzliche Sicherheitsreserven stufenlos frei festzulegen. Damit leisten die Geräte einen Beitrag zu einem besonders effizienten Umgang mit Ressourcen. Zwei verschiedene Baugrößen und eine Vielzahl von Messbereichen ermöglichen dabei die Wahl eines optimalen Geräts für jede Schmierstelle.

Die kompakte Bauform mit maximalen Baulängen zwischen 90 und 152 Millimeter erlauben eine platzsparende Integration in die Ölumlaufschmierung. Durch die integrierte Rückstellfeder können die Geräte darüber hinaus in beliebigen Einbaulagen verwendet werden. Neben der elektrischen Überwachung ermöglichen die zuverlässigen Geräte auch eine visuelle Durchflusskontrolle. Ergänzt wird die Serie durch Sonderlösungen wie beispielsweise Geräte mit explosionsgeschützten Schaltkontakten in der Ex-Ausführung oder verschiedene Varianten mit Analog-Transmittern.

Auf einen Blick

- Die Meister Strömungstechnik GmbH mit Sitz in Wiesen bei Aschaffenburg entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Systeme zum Messen und Überwachen von Durchfluss von flüssigen und gasförmigen Medien im industriellen Umfeld.

- Die Strömungswächter und -anzeiger des Typs DKME/A arbeiten nach dem Schwebekörper-Messprinzip. Sie bieten einen großen Messbereich und Viskositätskompensation und erlauben eine beliebige Einbaulage.

Erschienen in Ausgabe: 06/2013