Immer gut verbunden

Elektrotechnik - Ein Baukastensystem der elektrischen Verbindungstechnik bietet hohe Flexibilität beim Aufbau von Automatisierungslösungen. Ein neues Verbindungssystem verspricht dabei eine deutliche Zeitersparnis.

16. Oktober 2007

In allen Bereichen der industriellen Fertigung steigt der Druck auf Effizienz und Kosten kontinuierlich. Die Hersteller von Produktionsmaschinen und Anlagen müssen deshalb immer neue Automatisierungslösungen finden, damit die Produzenten so kosteneffizient wie möglich fertigen können. Ebenso gefordert ist dabei jedoch, dass die Fertigungsanlagen möglichst flexibel bleiben, um die Investitionen auf mehrere Produkte zu verteilen. Lösen lassen sich diese Aufgaben am besten durch eine modulare Konstruktion der Automatisierungsanlagen.

Schneller Anschluss

Dieser Trend betrifft natürlich konsequenterweise auch die Steckverbinder, Anschluss- und Verbindungsleitungen zur Verbindung von Sensoren, Aktuatoren und anderen Peripheriegeräten untereinander oder mit Steuergeräten. Der US-amerikanische Anschlusstechnikspezialist Woodhead Connectivity mit deutschem Firmensitz im baden-württembergischen Bretten erleichtert hier das Umrüsten durch die Schnellkontaktierung bei Ventilsteckern und durch die Entwicklung des Ultra-Lock-Verfahrens als Ersatz für die herkömmliche M12-Anschlusstechnik für elektrische Leitungen. Dieses Verbindungssystem verspricht eine Zeitersparnis von rund 80 Prozent gegenüber der klassischen Steckerverschraubung und gewährleistet die Schutzklasse IP 69k ohne Werkzeugeinsatz und unabhängig von der Person, die den Verbinder montiert. Das System ist deshalb prädestiniert für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie.

Zur Spannungsversorgung dient das Steckverbindersystem BradPower in drei- und vierpoliger Version. Versionen in fünf- und siebenpoliger Ausführung sowie mit verschiedenen Signalmodulen sind in Vorbereitung. Zusammen mit den Steckverbinderreihen von M5 bis M23 lassen sich damit alle Verbindungsprobleme bis 35 Ampere und 400 Volt lösen.

Eine Vielzahl von Verteiler-Boxen gewährleistet die effiziente Weiterleitung aller erforderlichen Daten und Informationen. Neben den einfachen passiven Boxen kommen aktive Boxen zum Einsatz, die die Daten über Bussysteme mit unterschiedlichen Protokollen weiterleiten. Die Komponenten aus der Produktfamilie BradControl unterstützen alle gängigen Übertragungsprotokolle wie Profibus, Ethernet, Profinet und Devicenet. Ein- und Ausgabeeinheiten stehen für die Montage im ungestützten Arbeitsumfeld in Schutzart IP 67 zur Verfügung, für die Montage auf der Hutschiene im Schaltschrank auch in IP 20 mit einem sehr schnellen internen Bus und unterschiedlichen Kopplermodulen für die erwähnten Protokolle.

Durchgängige Kommunikation

Zur durchgängigen Kommunikation von der Produktion bis auf die Büroebene bietet Woodhead industrietaugliche Ethernet-Switches mit unterschiedlicher Portanzahl sowie in den Schutzarten IP 30 und IP 67. Zudem bietet das Unternehmen Interfacekarten, Gateways und Software für rund 80 unterschiedliche Kommunikationsprotokolle weltweit an. Die Mitarbeit in den unterschiedlichsten Normierungsgremien gewährleistet, dass industrielle Kommunikation vom Aktuator über alle Kommunikationsebenen hinweg bis in die Büroumgebung und zurück auf die Fertigungsebene aus einer Hand zum Einsatz kommen kann.

Wolfgang Schuy, Woodhead Connectivity/bt

Erschienen in Ausgabe: 07/2007