In neuer Architektur

Nvidia stellt auf der SolidWorks World 2017 gleich sechs neue Quadro-Grafikkarten vor. Die Karten auf Basis der neuen Pascal-Architektur versprechen viel Leistung für CAD, Simulation und Visualisierung.

13. Februar 2017

Am Rand der SolidWorks World 2017 Anfang Februar in Los Angeles hat Nvidia gleich sechs Grafikkarten  der Marke Quadro vorgestellt: GP100, P4000, P2000, P1000, P600 and P400. Alle basieren auf der im Frühjahr 2016 eingeführten Pascal-Architektur. Die neuen Karten ergänzen die zuvor angekündigten Modelle P6000, P5000 sowie die GPUs für mobile Geräte. Die Karten sind alle für Workstations vorgesehen.

Neues Topmodell der Quadro-Reihe ist die GP100, vorgesehen für die anspruchsvollsten Anwendungen in den Bereichen Simulation, HPC und Rendering. Jede Karten hat 16 GByte "High-Bandwidth Memory" (HBM 2), also RAM mit sehr hohem Durchsatz. Die Rechenleistung zählt mit 10 TFLOPS bei einfacher Genauigkeit zu den höchsten im Programm von Nvidia. Die P6000 mit 24 GByte RAM rechnet mit über 11 TFLOPS noch etwas schneller, hat aber den langsameren Videospeicher (GDDR 5). Über die NVLink genannte Schnittstelle lassen sich zwei Grafikkarten Typ GP100 koppeln, wodurch 32 GByte RAM durchgehend nutzbar sind.

 

Nvidia empfiehlt die GP100 und die P6000 für höchste Anforderungen, wenn es um Rendering sowie GPU-basiertes Rechnen geht, wie es bei Simulationen vielfach genutzt wird. Die beiden Modelle P6000 und P5000 eignen sich für besonders anspruchsvolle CAD/CAE-Anwendungen mit sehr großen Modellen, wobei das RAM mit 16 GByte bei der P5000 nicht so extrem ausgebaut ist wie bei der P6000. Die P4000 mit 8 GByte bewältigt immer noch recht große Modelle. Die Karten P2000 (5 GB) und P1000 (4 GB) sind die Standardkarten für CAD und PLM, die bei 3D-Modellen mittlerer Größe und Komplexität befriedigende Ergebnisse zeigen sollten. Die Grafikkarten P600 und P400 mit 2 GByte bieten sich an für geringere Anforderungen und/oder knappere Budgets. Ab März 2017 sollen die Karten in den Handel kommen.