19. JULI 2018

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10 Tipps wie additive Fertigung wirtschaftlich wird


Dem 3D-Druck wird häufig mangelnde Wirtschaftlichkeit nachgesagt, gerade in der Serienfertigung. Kegelmann Technik fasst in 10 Punkten das Rezept zur Nutzung erheblicher Wirtschaftlichkeitspotentiale zusammen.

Viele Unternehmen stellen die Wirtschaftlichkeit in Frage und zögern noch bei der praktischen Umsetzung zu additiv gefertigten Produkten. ln der Tat ist auch nicht jedes Produkt oder Bauteil additiv besser oder günstiger herzustellen als auf klassischen Wegen. Auf dem Holzweg sind jedoch diejenigen, die ein viele Jahre durchoptimiertes und durch den Einkauf nah an die Grenzkosten der Fertigung geprügeltes Projekt alleine durch einen Wechsel des Fertigungsverfahrens noch günstiger produziert haben wollen. Der Schlüssel zum Erfolg ist, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken, das Projekt umfassender, ganzheitlicher zu betrachten und alle vor- und nachgelagerten Prozesse in die Optimierung einzubeziehen.

Hier sind 10 Punkte, die lngenieure in ihre Gedanken einbeziehen sollten.

1. Welche Effekte hätte ein leichteres Bauteil? Geringere Schwungmassen, geringerer Energieverbrauch, geringerer CO'-Ausstoß?

2. Welchen Nutzen für lhren Kunden hätte eine mögliche Individualisierung des Bauteils?

3. Können Baugruppen zu einem einzigen Teil zusammengefasst werden? Können Funktionen integriert werden?

4. Wäre das Bauteil in Bezug auf die Größe überhaupt additiv herstellbar?

5. Welche Genauigkeit ist gefordert? (Durchbiegung, Oberflächenbeschaffenheit, u. ä. )

6. Welches Material, welche Materialeigenschaften sind gefordert? (Kunststoff, Metall, Zugfestigkeit, Biegefestigkeit, etc.)

7. Was sind die vor- und nachgelagerten Prozesse in der Produktion und im Einsatz? (Werkzeugwechsel, Montagen, Hygiene, Reinigung, etc.)

8. Welche Losgrößen sind geplant? Welche Vorteile bringen kleinere Losgrößen?

9. Wäre bei additiver Fertigung nun ein noch nie dagewesenes innovatives Produktdesign möglich? Komplexität gibt's bei additiver Fertigung gratis.

10. Könnte eine Produktion auf Basis additiver Fertigung ein neues innovatives Geschäftsmodell in lhrer Branche begründen?

Datum:
08.12.2017
Unternehmen:
Bilder:
Kegelmann Technik, Markus Palzer
Kegelmann Technik, Markus Palzer

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