19. AUGUST 2018

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Schweißroboter bauen eine Fußgängerbrücke


Keine Zukunftsmusik: Das niederländische Unternehmen MX3D zeigt, wie Roboter eine Brücke bauen. Beim Design setzt das Team beispielsweise auf das Tool Autodesk Dreamcatcher.

Roboter, die selbstständig eine Brücke über einen Kanal bauen. Das klingt eher nach Science-Fiction als nach Realität. Doch das so ein Projekt keine Zukunftsmusik mehr ist, zeigt die niederländische Firma MX3D in Amsterdam, die daran arbeitet, eine Fußgängerbrücke von zwei selbstständig arbeitenden Robotern fertigen zu lassen. Realisiert wird das Projekt durch eine Kombination aus Industrierobotern und hochentwickelten Schweißgeräten, die von einer komplexen Software kontrolliert werden. Für die Fertigung der Brücke werden moderne Technologien und Robotik verwendet, welche die Zwänge konventioneller Fertigungsmethoden brechen.
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Videotipp:
Dieser Roboter druckt Brücken aus
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Autodesk unterstützt MX3D dabei mit Software und fachlicher Expertise von der Konzepterstellung bis zur Fertigung. Beim Design setzt das Team beispielsweise auf das Tool Autodesk Dreamcatcher. Mit dieser Software können auch sehr komplexe Strukturen geschaffen werden, indem die Evolution nachahmende Algorithmen genutzt werden. Das heißt, bestimmte Formen werden von der Software erzeugt und dann nach festgelegten Kriterien akzeptiert oder verworfen. Dadurch lassen sich optimierte, umfangreiche Strukturen erstellen, welche die Belastbarkeit einer herkömmlichen Konstruktion weit übertreffen. Das Team setzt zudem bewusst nicht mehr auf traditionelle industrielle Strategien zur Robotersteuerung, sondern verwendet deutlich intuitivere Systeme basierend auf Technologien wie Autodesk Dynamo. Somit gewinnt das Team auch neue Einblicke und Knowhow in Bezug auf neue 3D-Drucktechniken.

Bis vor kurzem standen für solch komplexe Strukturen nämlich noch keine Maschinen zur Fertigung zur Verfügung. Sechsachsige Roboterarme mit neu entwickelten Schweißmodulen sind jetzt in der Lage dazu: Sie drucken Metall additiv – sprich das Metall wird durch Schweißen abgelagert, und zwar an jeder beliebigen Stelle im Raum und in praktisch jeder Orientierung, kontrolliert von einer innovativen Software. Dies bedeutet auch, dass der Druck ohne die bisher traditionellen Stützstrukturen auskommt. Gemeinsam wird so eine “Brücke zur Zukunft” geschaffen, mit der Perspektive, nachhaltig die Konstruktionswelt zu verändern. 

Die Brücke MX3D soll bereits im Frühjahr 2018 fertiggestellt werden und ist dabei ein bedeutsames Beispiel dafür, was schon heute mit modernster generativer Designsoftware und Robotik möglich ist – vor allem im industriellen Bereich.

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Datum:
08.02.2018
Unternehmen:
Bilder:
Andre Pechmann, Autodesk
Andre Pechmann, Autodesk
Andre Pechmann, Autodesk

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