21. AUGUST 2018

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"Das Produkt muss sich beweisen"


Maschinenelemente

Spindelhubgetriebe – Designpreise hängen manche Unternehmen hoch auf. Neff hat mit dem Spindelhubgetriebe Tubix den iF-Award gewonnen, konzentriert sich aber auf die Fähigkeiten des Produkts, wie Konstrukteur Stephan Steck und Geschäftsführer Hartmut Wandel betonen.
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Herr Wandel, Herr Steck, Ihr neues Spindelhubgetriebe Tubix hat den iF-Design-Award gewonnen. Gratulation. Warum haben Sie es entwickelt?

Steck: Eine Motivation lag darin, den Guss für das Getriebegehäuse einzusparen. Darum verwenden wir beim Tubix Rohre, die wir einfacher bearbeiten können und die platzsparender bauen. Ein weiteres Ziel war, flexibel zu werden in den Anschraubpunkten, um unseren Kunden bei der Adaption entgegenzukommen. Das gilt auch für das verwendete Material: Ein Stahlrohr macht gegenüber Edelstahlrohr keinen so großen Unterschied wie ein Standardgussgehäuse zu einem in Nichtstandardmaterial.

Welche Besonderheiten zeichnet das Produkt aus?

Steck: Ganz wichtig ist die Flexibilität in der Fertigung, also make by order. Wir haben das Rohr als Rohmaterial und je nach Kundenapplikation hinsichtlich Hub oder Ausführung lassen wir den einzelnen Auftrag durch die Fertigung laufen – entsprechend der Stückzahl. Damit können wir schnell auf die Bedürfnisse des Kunden reagieren. Wir können das Rohr in beide Richtungen fast beliebig verlängern und so günstiger werden. In der Leistungsfähigkeit ist das Tubix vergleichbar mit den anderen Neff-Getrieben. Wir verbauen ein Schneckengetriebe in Kombination mit einem Gewindetrieb. Der Vorteil liegt in der Möglichkeit, Applikationen kundenspezifisch zu gestalten – auch dort, wo wir es heute noch gar nicht erkennen können.

Also könnte das Tubix auch als Türöffner fungieren?

Wandel: Wir können zum Beispiel viel kostenattraktiver sein im nicht rostenden Bereich, sei es in der Medizin- und Nahrungsmitteltechnik oder im Outdoorbereich. Hier könnten antriebstechnische Problemstellungen zukünftig mit dem Tubix gelöst werden. Praktisch aus dem Standardbaukasten können elektrische Antriebe eingesetzt werden anstatt aufwendiger Sonderlösungen.

Warum ist das Design so wichtig? Was bedeutet diese Auszeichnung für Sie und für das Produkt?

Wandel: Am Anfang vom Tubix stand die Idee, ein Schneckengetriebe in ein Rohr zu bringen und daraus Spindelhubgetriebe zu gestalten. Das haben wir nicht getan, weil wir einen Design-Award gewinnen wollten. Natürlich ist die Freude über den IF-Design-Award groß; das Design folgt aber der Funktion. Darum haben wir alles weggelassen, was wir nicht brauchen. Wir nehmen zwei Rohre, bearbeiten sie so, wie es notwendig ist, und fügen sie wieder zusammen, wie es der Funktion dient. Dem ist – durch die zwei gekreuzten Rohre – ein einzigartiges Design entsprungen. Das hat Ästhetik und auch Potenzial. Das Neff-Grün kultivieren wir schon seit Jahren. Es spiegelt unsere Unternehmenskultur wider, das Fröhliche, Frische, Positive. Das zeichnet uns aus.


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Ausgabe:
:K 03/2018
Unternehmen:
Bilder:
© Neff
© Neff

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