22. OKTOBER 2018

zurück

kommentieren drucken  

Wie Arbeiter über die Arbeitswelt 4.0 denken


Rund 1,8 Millionen Industrie-Roboter arbeiten in den Fabriken weltweit. Tendenz steigend. Dass „Kollege Roboter“ den Menschen gesundheitsschädliche Arbeiten abnimmt oder mit gefährlichen Werkstoffen hantiert, bewerten die Arbeitnehmer positiv. Sorgen machen sich die Beschäftigten allerdings um die eigene Ausbildung, um mit dem Tempo der Arbeitswelt 4.0 Schritt halten zu können, heißt es im Automatica Trend Index 2018.

Befragt wurden 7.000 Arbeitnehmer in den USA, Asien und Europa im Auftrag der Automatica, Weltleitmesse für Robotik und Automation. Für das eigene Land ist nur rund jeder vierte Arbeitnehmer davon überzeugt, dass die Aus- und Weiterbildung für den Arbeitsplatz der Zukunft bereits eine wichtige Rolle spielt. Dabei wird die neue Zusammenarbeit mit Robotern von der Mehrheit aller sieben Länder (durchschnittlich 68 Prozent) als Chance gesehen, qualifiziertere Arbeit zu erlernen. Besonders in China (86 Prozent) und in den USA (74 Prozent) rechnen die Menschen mit positiven Impulsen, sich über die Robotik-Automation beruflich fortzubilden. Die Anzahl qualifizierterer und besser bezahlter Jobs wird über die neuen Mensch-Roboter-Teams künftig ansteigen – vermutet rund jeder zweite Befragte in Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Japan. In China und den USA gehen sogar 80 Prozent der Arbeitnehmer davon aus.

Wie es um den Reifegrad bei Aus- und Weiterbildung steht

Aufgeschlüsselt nach Schulnoten bleibt der Reifegrad bei der Aus- und Weiterbildung für den digitalen Arbeitsplatz der Zukunft bisher deutlich hinter den Erwartungen der Beschäftigten zurück: Mit der Note gut oder sehr gut wird das aktuelle Angebot des eigenen Arbeitgebers nicht einmal von jedem vierten Befragten bewertet (durchschnittlich 23 Prozent).

Robotik und Automation stehen hoch im Kurs

Dabei können die Firmen bei Robotik und Automation mit einer positiven Grundeinstellung ihrer Angestellten rechnen. In der Arbeitswelt der Zukunft werden Mensch-Roboter-Teams die Fertigung verbessern, indem menschliche Talente mit den Stärken der Robotik kombiniert werden – glauben rund 70 Prozent. Wenn Mensch und Maschine ohne Schutzzaun Hand-in-Hand zusammenarbeiten, sind beim Menschen Talente wie Urteilsvermögen und Feinmotorik gefragt. Der Roboter kann mit Kraft und Präzision punkten.

64 Prozent aller Arbeitnehmer aus den sieben Ländern wollen für die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine künstliche Intelligenz (KI) einsetzen. 73 Prozent gehen davon aus, dass KI es den Menschen erleichtert, der Maschine neue Aufgaben zu geben – beispielsweise via Sprachbefehl oder Touchpad.

Für den Automatica Trend Index 2018 wurden im Januar 2018 insgesamt 7.000 Arbeitnehmer in den USA (N=1.000), China (N=1.000), Japan (N=1.000), Deutschland (N=1.000), Frankreich, (N=1.000), Großbritannien (N=1.000) und Italien (N=1.000) über ein Marktforschungsinstitut bevölkerungsrepräsentativ befragt (Online-Panel), wie Roboter und Digitalisierung die Arbeitswelt verändern.

Datum:
08.06.2018
Unternehmen:
Bilder:
Messe München
1 Unternehmens-Video:
  • Bauma 2013 - Im..

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere Artikel im :K-Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben