21. AUGUST 2018

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Lineartechnik in der Fabrik der Zukunft


Während sich viele Konstrukteure im Maschinenbau noch wundern, mit welcher Vehemenz IT-Technologien in die Fabriken drängen, verändern sich nahezu unbemerkt auch die Basistechnologien. Beispiel Lineartechnik: Gilt sie vielen noch als rein mechanische Angelegenheit, so zeichnen neuere Entwicklungen ein ganz anderes Bild. Welche Möglichkeiten die Digitalisierung hier bietet, zeigt Matthias Rommel, Leiter des Geschäftsbereichs Lineartechnik der Bosch Rexroth AG.

"Was kann die vernetzte Lineartechnik in Zukunft leisten, was sie jetzt noch nicht kann? Wir bei Bosch Rexroth sind sicher, dass heute schon viel mehr möglich ist, als sich die meisten vorstellen können. Wir haben bereits klare Vorstellungen, wie sich die Rexroth Lineartechnik intelligent in die Fabrik der Zukunft einfügen wird. Dort erfolgen Produktionsumstellungen per Software-Befehl und Sensoren werden alle Betriebszustände überwachen, um mittels vorausschauender Wartung die Verfügbarkeit von Maschinen noch einmal deutlich zu steigern.

Die Reise zu diesen Zielen hat bereits begonnen. Schon heute unterstützen Online-Tools bei der Auswahl, Auslegung und Konfiguration der mechanischen Komponenten. Konstrukteure kommen innerhalb von Minuten zu ihrer anwendungsspezifischen Lösung. Die Software-Assistenten werden hierbei in naher Zukunft - auch unterstützt durch künstliche Intelligenz - einen solchen Reifegrad erreichen, dass sie selbst komplexe Mehrachssysteme abbilden können. Sie umfassen über die Mechanik hinaus auch die Sensorik sowie die Antriebstechnik mitsamt vorprogrammierten Bewegungsabläufen.

Die bei der Auslegung und Konfiguration generierten Daten werden dazu dienen von Beginn an aussagekräftige virtuelle Abbilder für ein durchgängig digitales Engineering zur Verfügung zu stellen. Maschinenhersteller arbeiten mit Ihnen von der ersten Idee über die Simulation und Auslegung bis zur elektronischen Bestellung und Dokumentation. Danach stehen diese Daten weiter zur Verfügung und vereinfachen auch in den nächsten Schritten das Engineering. Die einzelnen Komponenten identifizieren sich automatisch bei der Inbetriebnahme durch digitale Typenschilder. Software-Assistenten leiten aus diesen individuellen Daten und den Prozessanforderungen optimale Parameter ab. Die elektrische Inbetriebnahme erfolgt weitgehend automatisch und fehlerfrei.

Gleichzeitig legt in die Lineartechnik integrierte Sensorik die Basis für ein umfassendes Condition Monitoring. Keine Technologie ist näher an der physikalischen Schnittstelle zwischen Maschine und Werkstück als die Lineartechnik. Nirgendwo sonst laufen die Prozessdaten so ungefiltert zusammen. Die Steuerung weiß, was die Maschine tut, aber die Lineartechnik "spürt", wie sie sich dabei fühlt. Damit kann die Lineartechnik schon sehr bald mit Condition Monitoring den gesamten Prozess von der Verschleißerkennung bis zur Ersatzteilbestellung automatisieren.

Diese Vorwärtsintegration der Mechanik für die Fabrik der Zukunft ist bereits in vollem Gang. Wichtig ist, dass Maschinenhersteller, Dienstleister und Anwender keinen eigenen Programmier- und Integrationsaufwand haben, sondern einfach die gekapselten Messfunktionen der Lineartechnik für ihre Auswertungen nutzen.

Digitale Auslegung, Konfiguration, Konstruktion, Inbetriebnahme, Umrüstung und vorausschauende Wartung einschließlich Servicefunktionen: Die digitale Reise der Lineartechnik hat längst begonnen - und sie wird ganz wichtige Horizonte für eine höhere Produktivität über den gesamten Lebenszyklus eröffnen."

Datum:
09.08.2018
Unternehmen:
Bilder:
Bosch Rexroth

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