Induktive Absolut-Drehgeber mit Hohlwelle

Mit der neuen Generation induktiver Absolut-Drehgeber der Baureihe ECI/EBI 100 erweitert Heidenhain deren Einsatzmöglichkeiten. Bevorzugtes Einsatzgebiet sind anspruchsvolle Applikationen wie Hohlwellen- und Torquemotoren sowie beengte Einbauverhältnisse moderner Maschinenkonzepte.

28. Mai 2014

Für diese Anwendungen bringt der ECI 119 neben einer Singleturn-Auflösung von 19 Bit (524 288 Positionen/Umdrehung) eine kompakte Bauform und Funktionsreserven gegenüber Verschmutzung und mechanischen Belastungseinflüssen mit.

Ein Highlight der erweiterten Baureihe ist der EBI 135. Sein batteriegepufferter Umdrehungszähler (16 Bit) ermöglicht eine Gesamtauflösung von 35 Bit im Vergleich zu den 19 Bit des Singleturn-Gerätes ECI 119. Die induktive Abtastung macht ihn zu einem robusten Messgerät. Bei normalen Einsatzbedingungen und entsprechender Auslegung der externen Batterieversorgung ist eine Batterie-Lebensdauer von etwa 10 Jahren erreichbar. Außerdem kann optional ein externer Temperatursensor angeschlossen und ausgewertet werden. Der Temperaturwert wird über das EnDat 2.2-Protokoll übertragen.

Die induktiven Absolut-Drehgeber der Baureihe ECI/EBI 100 sind nun mit den Hohlwellen-durchmessern 30, 38 oder 50 Millimeter lieferbar. Die Hohlwelle ermöglicht auch die Durch-führung von elektrischen Kabeln, Wellen oder Versorgungsleitungen. Damit kann je nach Maschinenauslegung der konstruktive Aufwand verringert werden. Mit der neu realisierten Flanschaussparung lässt sich die elektrische Anschlusstechnik optimieren. Sie erlaubt bei beengten Einbauverhältnissen den elektrischen Anschluss innerhalb der Geberkontur.

Ein weiterer Vorteil der induktiven Absolut-Drehgeber der Baureihe ECI/EBI 100 ist der kugellagerlose Aufbau. Er verhindert zusätzliche Reibmomente und die mechanische Eigenerwärmung. Zugleich können kugellagerschädigende Wellenströme nicht zur Wirkung kommen. Außerdem sind die Drehgeber für einen Arbeitstemperaturbereich bis +115 Grad Celsius geeignet und erlauben somit eine effiziente Motorauslegung. Ein erweiterter Versorgungsspannungsbereich vereinfacht die Auslegung der Folgeelektronik und der zulässigen Anschlusskabellängen.