Ingenieure starten durch

Wettbewerb

Vier der fünf aktuellen Sieger des Münchener Business Plan Wettbewerbs (MBPW), einer Initiative von Wirtschaft, Hochschulen und Forschungseinrichtungen zur Förderung der Gründungsbereitschaft, kommen aus Maschinenbau und Elektronik.

22. Mai 2009

Prämiert wurde das Grobkonzept. Den ersten Platz belegte die Mannschaft der Augsburger Corrmoran GmbH (v.l. Bernhard Stöcker, Dr. Barbara Waldmann, Dr. David Schrupp-Heidelberger) mit ihrer Idee einer Online-Korrosionsmessung auf der Basis elektrochemischer Verfahren. Der zweite Platz ging an das Team von Siqens, das die nächste Generation von Brennstoffzellen als umweltfreundliche Alternative zum Verbrennungsmotor entwickelt. Für ihre Geschäftsidee, ein Produkt zur Herstellung von Leiterplaten mit Hilfe von UV-LEDs zu entwickeln, ergatterte das Team Limata den dritten Platz. Den fünften Platz schließlich belegte Thomas König. Sein Geschäftsidee: Das Unternehmen Galcon entwickelt, produziert und vertreibt Anlagen für die Prozesse der Metallveredelung, insbesondere für den Aluminiumbeizprozess vor dem Eloxieren.

Trend zur Unternehmensgründung

Der MBPW verzeichnet nach eigener Aussage aktuell zwei Trends. Immer mehr Ingenieure verwirklichten ihre Ideen mit eigenen Unternehmensgründungen und besonders großes Potential bestehe im Bereich Umwelttechnologie. »Wir haben im Bereich Maschinenbau und Elektronik so viele Einreichungen wie selten zuvor«, sagt Werner Arndt, der den MBPV seit über zehn Jahren leitet. »Im konjunkturabhängigen Ingenieurswesen nehmen die klugen Köpfe ihre Karriere jetzt selbst in Hand.«

Die Unternehmer- und Finanzjuroren seien begeistert von den Konzepten, die sich die weltweit gestiegene Nachfrage nach Umwelttechnologien zunutze machen. »Dabei geht es darum, Industrieprozesse effizienter und damit sowohl kostengünstiger als auch umweltfreundlicher machen oder auch neue Energiequellen zu erschließen«, so Arndt.