Innovativ und übergreifend

Spezial Antriebstechnik

Antriebstechnik – Schneider Electric, globaler Spezialist für Energie-Management und Automation, verfügt mit Eco-Struxure Machine über eine neue Automatisierungslösung für Verpackungsmaschinen.

01. Juni 2017

Der Automationsspezialist Schneider Electric treibt seine Pacdrive-3-Technologie im Bereich Antriebstechnik voran: Die neuen Controller synchronisieren jetzt bis zu 130 Servoachsen.

Dabei gewährleistet ein Sercos-Netzwerk echtzeitfähige Kommunikation auf Feldbus-Ebene und stellt darüber hinaus einen zusätzlichen Kanal zur Kommunikation über OPC UA zur Verfügung. Die nach IP65 klassifizierten, dezentralen Lexium-62-ILD-Servoantriebe für ein modulargestaltetes Maschinendesign sind laut Schneider Electric eine der herausragenden Innovationen im Bereich der Servoantriebe.

Darüber hinaus wurde auch die Automatisierungssoftware Somachine um neue Smart-Engineering-Funktionen ergänzt.

Bei der Controller-to-Controller-Kommunikation, auch C2C genannt, kann ein Master-Controller innerhalb eines Sercos-Netzwerks mit bis zu 20 Slave-Controllern kommunizieren.

In der Praxis ermöglicht dies eine deterministische Echtzeitkommunikation auf Feldbus-Ebene: Mit 20 Controllern in einem Pacdrive-Controller-Netzwerk kann der Pacdrive auf diese Weise bis zu 2.600 Achsen vollsynchronisiert steuern.

Weiterhin bietet C2C einen zusätzlichen Kommunikationskanal für die nicht-echtzeitfähige Standardkommunikation. Dieser Kanal kann für die OPC-UA-Kommunikation über dasselbe Sercos-Kabel genutzt werden. OPC UA bietet umfangreiche Vorteile für die Automatisierung wie zum Beispiel Daten-Browsing und verschlüsselte Kommunikation. OPC UA wird heute von zahlreichen Lieferanten von Automations- und IT-Produkten unterstützt und etabliert sich damit als wichtiger Standard für die vertikale Integration von Automatisierungslösungen. Mit der Kombination von C2C und OPC UA auf den Pacdrive-Controllern schafft Schneider Electric eine wichtige Grundlage für die Integration von M2M-Lösungen: horizontale und vertikale Integration über ein gemeinsames Kabel.

Weniger Platzbedarf

Innovative Motion- und Robotiklösungen für die Verpackungsindustrie: Mit den neuen Lexium-62-ILD-Servoantrieben festigt Schneider Electric die Marktführerschaft seiner Pacdrive-Lösung.

Die Lexium-62-ILD-Einheiten mit Dreifach- und Einfach-Antrieb sind dank des robusten Gehäuses für die Installation direkt am Maschinenrahmen geeignet. Sie sind kompatibel zur Netzwerklösung für integrierte Lexium-62-ILM-Servoantriebe und ermöglichen den Einsatz von Standard-Servomotoren – ein weiterer großer Schritt in Richtung gehäuseloser Automation sowie zu intelligenteren und kompakteren Verpackungsmaschinen:

• Plug-&-Play-Technologie mit vorinstallierten Hybridkabeln

• Bis zu 90 Prozent weniger Verkabelungszeit

• Bis zu 70 Prozent weniger Verkabelung

• Diagnosefunktionen

• Bis zu 90 Prozent weniger Verdrahtungs- und Verkabelungsaufwand im Schaltschrank

• Automatische Netzwerkkonfiguration

Der Lexium 62 ILD ist vollständig softwarekompatibel mit den Lexium-52-Einzel-Servoantrieben sowie mit allen Antrieben und integrierten Antrieben im Lexium-62-Multi-Achsen-Servo-System. Zusammen bilden sie die Grundlage für eine der flexibelsten Servoantriebslösungen, die derzeit auf dem Markt verfügbar ist.

Smart Engineering

Simulation, semantische Code-Analyse, automatisierte Tests und Subversion-Unterstützung sind wichtige Eckpfeiler einer Software-Anwendung im Bereich modularer Maschinenentwicklung. Pacdrive setzt jetzt diese aus der Software-Entwicklung bekannten Funktionen auch im Bereich der Automation um.

Mit der neuesten Version Somachine V4.4 kommt eine weitere Neuerung: Ein integrierter Abhängigkeitsprüfer ermöglicht eine Analyse der Modul-Abhängigkeiten. In diesem Fall wird ein Modul nicht einfach als Programmierobjekt betrachtet, sondern als Modul der Maschine. Verfügt eine Maschine also beispielsweise über ein Einlaufband, kann der Entwickler leicht und schnell alle anderen Maschinenteile identifizieren, die in einer Abhängigkeit zu diesem Förderband stehen.

Es können Code-Konventionen definiert werden, so dass Softwareentwicklungsteams unabhängig von den Vorlieben einzelner Entwickler leichter einen einheitlichen Programmierstil durchsetzen können.

Somachine kann jetzt unterschiedliche Kennwerte generieren, die die Komplexität des Codes beschreiben. Mit diesen Indikatoren können Schwächen in der Applikationsentwicklung schon früh identifiziert und behoben werden. Weiter verbessert wurde auch das integrierte Testautomationstool Etest: Es unterstützt ab sofort parametrisierte Tests sowie zusätzlichen Funktionen für die Definition des Testablaufs.

Mehr Robotik-Optionen

Auch bei der Robotik von Pacdrive gibt es neue Entwicklungen: Mit den Robotern Delta 2 (Pacdrive T3 und T5) und Delta 3 (P2, P4 und P6) in Edelstahlausführung verfügt Schneider Electric jetzt über umfassende Kinematiken mit unterschiedlichen Arbeitsräumen und für verschiedene Produktgewichte.

Weitere Highlights sind die fünfte Achse auf dem Tool Center Point, die einen neuen Flexibilitätsgrad für die Delta-3-Kinematik bietet, und die schnellere Inbetriebnahme mit Smart Template sowie die direkte Kontrolle der Scara-Kinematik von Stäubli mit Lexium-Servoantrieben in Pacdrive-Architekturen.

Pacdrive, Lexium und Somachine sind Teil der Automationsarchitektur für Maschinenentwicklung, die Schneider Electric Eco-Struxure Machine nennt. Diese übergreifende Plattform ermöglicht es Maschinenbauingenieuren, mithilfe neuer digitaler Technologien und offener Standards sicherere, vernetzte und effizientere Maschinen zu konstruieren. us

Auf einen Blick

• Schneider Electric ist der globale Spezialist für Energiemanagement und Automation.

• Mit einem Umsatz von etwa 24,7 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2016 kümmern sich rund 144.000 Mitarbeiter um Kunden in mehr als 100 Ländern.

• Sie unterstützen diese dabei, ihre Energie und Prozesse sicherer, zuverlässiger, effizienter und nachhaltiger zu managen.

 

Erschienen in Ausgabe: 05/2017