Integration gelungen

Technik

Umrichter – Qualität und Zuverlässigkeit zu verbessern ist eine Aufgabe, mit der in Zeiten der Globalisierung alle Maschinenhersteller konfrontiert sind. Stichworte dabei sind weniger Komponenten und Funktionsintegration.

21. März 2011

Die Zauberformel für mehr Zuverlässigkeit und die gesteigerte Qualität einer Maschine lautet: die Zahl der Komponenten reduzieren. Ein geeignetes Konstruktionsprinzip dafür ist die Funktionsintegration. Einzelne Komponenten einer Maschine übernehmen dabei mehrere Funktionen, für die bisher eine Vielzahl unterschiedlicher Bauteile notwendig war.

Automatik Plastics Machinery in Großostheim konnte seine Granuliersysteme der Baureihe Primo mit einem optimierten Antriebssystem deutlich verbessern. Granuliersysteme dieser Art schneiden einen extrudierten Polymerstrang zu regelmäßigen Granulaten in gewünschter Korngröße. Diese wiederum dienen als Rohmaterial für Kunststoff-Spritzgießmaschinen oder Extrudieranlagen für polymere Garne oder Folien.

Ehemals benötigten die Granuliersysteme neben dem Hauptantrieb und der Antriebsregelung eine SPS zum Programmieren, Steuern und Überwachen der Bewegungsabläufe sowie ein Terminal als Mensch-Maschine-Schnittstelle.

Dafür waren sorgfältige Programmierung sowie eine zeit- und arbeitsaufwendige Montage und Verdrahtung erforderlich. Zudem beanspruchten die einzelnen Komponenten geeigneten Einbauraum an den Maschinen. Allein wegen der Anzahl unterschiedlicher Komponenten ergeben sich Fehler- und Ausfallrisiken, die der Maschinenbauer vermeiden wollte.

In Zusammenarbeit mit den Antriebsspezialisten von Yaskawa in Eschborn fand Automatik Plastics Machinery die optimale Ausführung des Antriebs mit Steuerung und Bedienterminal. Zum Einsatz kommt der flexible Frequenzumrichter A1000.

Mit Hilfe seiner Firmware ist er auf unterschiedliche Anwendungen programmierbar. Auf diese Weise kann er laut Yaskawa problemlos Aufgaben einer SPS und eines Terminals übernehmen. Seine Hardware lässt sich modular mit Einsteckkarten erweitern.

Auf diese Weise kann der Anwender beispielsweise eine größere Anzahl an digitalen und analogen Ein- und Ausgängen wie bei einer SPS integrieren.

Als Mensch-Maschine-Schnittstelle dient das Display des Frequenzumrichters. Es lässt sich ebenfalls flexibel für unterschiedliche Zustands- und Diagnose-Anzeigen sowie Dialogfunktionen zum Bedienen der Granuliersysteme einrichten.

Alle Funktionen integriert

Mit der umfassenden Funktionsintegration in die Freqenzumrichter konnte Automatik Plastics Machinery seine Systeme inzwischen optimieren. Für den Bediener gibt es keine Unterschiede zu den bisherigen Maschinenausführungen.Die Maschinenfunktionen sind alle wie bisher integriert.

Dabei wurde die Anzahl der Komponenten erheblich reduziert. Das trägt zu höherer Zuverlässigkeit der Maschinen bei und vermeidet Stillstandzeiten beim Anwender. Insbesondere bei der großen Anzahl an exportierten Maschinen, zum Teil bis nach Asien und Indien, minimiert dies auch kostenträchtige Serviceeinsätze.

Damit beweist diese intelligente Antriebslösung in Zusammenarbeit mit Yaskawa, dass Maschinenhersteller den wachsenden Forderungen nach Qualität und Zuverlässigkeit ihrer Anlagen heute sehr wohl nachkommen können.

Auf einen Blick

-Für Asynchronmotor- und Permanentmagnetmotorsteuerung

-Einfache Inbetriebnahme und zuverlässiger Betrieb

-Kleine Baugrößen und anwendungsorientiertes Design verbessern Leistung, Zuverlässigkeit und Betriebsdauer

-Einfache Inbetriebnahme und zuverlässiger Betrieb

Erschienen in Ausgabe: 02/2011