Intelligent verbunden

Einpressbolzen als kostengünstige Alternative zum Schweißen im Automobilbau

27. Juli 2011

Ein wichtiger Trend nicht nur in der Automobilindustrie ist der zunehmende Einsatz von Leichtbau-Werkstoffen und hochfester Stähle. So erwarten viele Unternehmen und Zulieferbetriebe, dass bereits in der nächsten Fahrzeuggeneration Werkstoffe eingesetzt werden könnten, bei denen konventionelle Schweißtechnik nicht greift. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Verdrehsicherheit und die Vibrationsbeständigkeit an den Verbindungsschnittstellen.

Eine kostengünstige, aber qualitativ adäquate Verbindungsalternative zum Schweißbolzen bieten hier die Einpressbolzen der Baureihe ATP-TriPress der Arnold Umformtechnik GmbH aus dem württembergischen Forchtenberg. Die dreieckförmigen Schnellbinder können in Kunststoffe und Leichtmetalle eingepresst werden und verbinden dabei zwei Bauteile schnell und wirtschaftlich miteinander.

Im Vergleich zu konventionellen Schweiß-Lösungen ermöglicht der Einsatz des TriPress-Systems nach Aussage von Detlev Schwarzer, Key Account Manager bei Arnold Umformtechnik, eine Reduzierung der Montagezeiten um bis zu 75 Prozent. Zudem lassen sich damit auch vorverzinkte Oberflächen verbinden. Umlaufende Sperrrillen auf dem dreiecksförmigen Schaft gewährleisten eine hohe Auszugsfestigkeit. Der dreieckförmige Schaft und der achsparallele Rändel stellen eine hohe Verdrehsicherheit sicher. Zudem ist die Verbindung ist unlösbar und unabhängig von Vorspannkräften. Das hohe Verdrehmoment resultiert aus dem trilobularen Aufbau des Bolzens, der an drei Montagepunkten verdrehsicher im Vorloch fixiert ist. Gleichzeitig erfordert die spezifische Form des Bolzens geringe Einpresskräfte. Die Montage des Bolzens ist mit konventionellen und kostengünstigen Betriebsmitteln wie Hydraulik- oder Pneumatikpressen durchzuführen. Weggesteuertes Einpressen ist ebenfalls möglich.

Außerdem entfällt die thermische Belastung des Blechwerkstoffs beim Schweißen, die die Festigkeit an der Verbindungsstelle reduzieren kann und einen großen Aufwand für Materialprüfungen verursachen. Zudem benötigt das Verbindungsverfahren weder Zusatzwerkstoffe noch Schutzmaßnahmen gegen entstehende gasförmige Emissionen. Zusätzlich wird der Anteil am Ausschuss in der Produktion auf Grund der rein mechanischen Bearbeitung nachhaltig gesenkt.