Internationaler Mechatronik-Preis 2012 verliehen

Auszeichnung junger Mechatronikerinnen und Mechatroniker

05. Dezember 2012

Zum siebenten Mal wurde am 29. November der internationale Mechatronik-Preis (MEC) in Anwesenheit von mehr als 360 Gästen in Linz verliehen. Ausgezeichnet wurden die besten Studienarbeiten im Bereich der Mechatronik. Erstmals wurde der MEC auch an zwei Forscherinnen vergeben. Mit seinem Vortrag über die „Mechatronik als grundlegende Disziplin zur Steigerung der Lebensqualität von Menschen mit Behinderung“ zeigte DI Dr. Hans Dietl, Geschäftsführer der Otto Bock Healthcare Products GmbH, die hohe Bedeutung der Mechatronik in der Medizin auf. Der Aufbau der Medizintechnik an der JKU Linz ist der richtige Entwicklungsschritt. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war das im Vorfeld der Verleihung organisierte Meet & Greet the Nominees.

Oberösterreich ist mit seinem Maschinen- und Anlagenbau sowie Forschungseinrichtungen nicht nur das Industrie- sondern auch das Mechatronik-Bundesland Nummer 1. Rund 22,5 Prozent aller bundesweit operierenden mechatronischen Unternehmen kommen aus OÖ. Um diese Spitzenposition zu halten, muss auf Innovation, Qualifikation sowie Forschung und Entwicklung gesetzt werden. „Die Mechatronik ist ein Zusammenspiel der Elektronik, der Mechanik und der Informatik. Ohne deren parallele Anwendung wäre im modernen Maschinenbau kaum mehr ein Produkt herstellbar. Oberösterreich muss – wenn es weiterhin als Produktionsstandort in der Zukunft bestehen will ausreichend qualifizierten Technikern für Unternehmen und F&E-Einrichtungen sowie exzellente Aus- und Weiterbildungsprogramme zur Verfügung stellen. Genau hier setzt auch das Projekt ´Mechatronik-Standort Oberösterreich´ an“, beschreibt DI (FH) Christian Altmann, Leiter des Mechatronik-Clusters. „Um die Bedeutung der Technik auch der Öffentlichkeit bewusster zu machen, sind Initiativen wie der Mechatronik-Preis sehr wichtig. Der Erfolg heimischer Ausbildungseinrichtungen und ihrer Preisträger zeigt, dass diese auch international im Spitzenfeld liegen“, fügt Altmann hinzu. „Kinder und Jugendliche für die Technik zu begeistern und für technische Berufsbilder zu interessieren, zählt mittlerweile zu den Grundaufgaben der Industriellenvereinigung OÖ, erläutert deren Geschäftsführer DI Dr. Joachim Haindl-Grutsch. Denn selten zuvor war der Mangel an Technikern in der OÖ. Industrie so eklatant wie heute. Daher sei der vor bereits 7 Jahren initiierte Mechatronik-Preis eine notwendige Initiative, um das Bewusstsein für Technik zu steigern und exzellente junge Techniker erfolgreich vor den Vorhang zu holen. Aus diesem Grund wurde dieses Jahr auch erstmals ein Meet & Greet the Nominees organisiert, um allen Einreichern und deren Arbeiten eine Bühne zu geben.

Bis Ende August konnten die Bewerber aus dem In- und Ausland ihre mit „Sehr gut“ beurteilten Diplomarbeiten bzw. Dissertationen aus dem Bereich Mechatronik einreichen. Aus rund 50 Arbeiten wählte eine internationale Fachjury in einem mehrstufigen Verfahren die besten Arbeiten ausgewählt. Die Gewinner freuten sich nicht nur über den MEC, sondern auch über Preisgelder in der Höhe von 1.000 Euro für das beste HTL-Projekt bzw. 3.000 Euro für die Kategorie Dissertation und für den Preis der OÖ. Industrie. Zusätzlich bekommen alle Preisträger eine kostenlose Jahresmitgliedschaft des Österreichischen Ingenieur- & Architektenvereins Landesverein Oberösterreich (ÖIAV OÖ) und die Möglichkeit, die prämierte Arbeit im Zuge einer Veranstaltung des ÖIAV umfassend zu präsentieren.