IP-Schutz auch rotierend

Rulmeca hat jüngst die Tests durchlaufen, die den Edelstahl-Trommelmotoren einen Rundumschutz der Schutzart IP66/IP69 bescheinigen, und bestätigt, dass die Schutzart auch im laufenden Betrieb gilt.

21. Juni 2016

Das ist mehr, als die DIN EN 60529 vorschreibt und Rulmeca nennt diese Schutzart IP66/69plus. Das Unternehmen schlägt zudem vor, diese erweiterten Tests auch in den Standard zu übernehmen.

„Wer auf Nummer sicher gehen will, der sollte seinen Hersteller danach fragen, ob er den kombinierten IP66/69-Schutz bietet und ob er diesen auch im laufenden Betrieb gewährleistet, denn es ist ein Unterschied, ob der Schutz bei stehendem oder laufendem Motor getestet wird. Insbesondere für Clean-in-Place verfahren, wo der Motor immer auch betrieben wird, um zum Beispiel Bandglieder zu öffnen, kann man auf diese hohe Schutzart nicht verzichten“, erklärt Adreas Flies, Sales Manager Unit Handling bei Rulmeca Germany.

Schutzarttests nach IP66/69 erfolgen nur bei stehendem Motor. Das ist nicht hinreichend, denn bei montiertem und drehendem Motor belasten die Bandkräfte das Lager der Achse einseitig. Dadurch können mikroskopisch kleine Spalten auftreten, die bei Stillstand nicht vorhanden sind. Diese Spalten können zu einem Eindringen von Reinigungsmitteln und Wasser führen, was die Standzeit der Motoren reduzieren und den Wartungsaufwand erhöhen kann. Um seinen Kunden vor solchen unnötigen Risiken und Aufwenden zu schützen, hat Rulmeca seine Trommelmotoren deshalb als erstes Unternehmen der Branche auch im laufenden Betrieb getestet. Und auch bei Betrieb konnte nachgewiesen werden, dass die Motoren einen zuverlässigen Schutz sowohl unter IP66- als auch unter IP69-Bedingungen bieten.