:K kooperiert

Mechatronischer Arbeitskreis - Der mechatronische Arbeitskreis der Fachzeitschrift :K startet mit seiner Arbeit. Heftentwicklung und künftige Projekte standen auf der Tagesordnung des ersten Treffens des Arbeitskreises.

30. Juni 2005

Konsequente Zusammenarbeit der einzelnen Disziplinen haben sich die beim ersten Treffen des mechatronischen Arbeitskreis beteiligten 15 Fachleute führender Anbieter von Komponenten und Systemen für den Maschinen- und Anlagenbau auf die Fahnen geschrieben. Der Arbeitskreis soll darauf achten, dass :K dem Anspruch der Ko-operation der Disziplinen im Sinne der Mechatronik gerecht wird: Die hohen Anforderungen an das aktive Zusammenwirken von Produkten und Systemen des Maschinenbaus, der Elektrotechnik, der Elektronik und der Informationstechnik sollen in der ›interdisziplinären Dramaturgie‹ der neuen Fachzeitschrift :K eingelöst werden. »Das Ganze ist eben mehr als die Summe seiner Teile. Deshalb schafft der mechatronische Ansatz dem Konstrukteur eine Plattform, auf der er die für seine Arbeit notwendigen Komponenten und Systeme findet. Vor allem Maschinenbauer sollen für das systematische Verknüpfen von Mechanik, Elektronik und Informationstechnik gewonnen werden«, so steht es in der Agenda der Arbeitskreises.

Viele Maschinenbauer verstehen sich heute immer noch als ›Erbauer‹ von (mechanischen) Maschinen. Elektronik und Software existieren für sie nicht als gleichwertige Disziplin. Oft gilt der maschinenbauliche Teil einer Anlage bereits als fertigge-stellt, ohne dass ein zugehöriger Antrieb oder eine Steuerung gefunden ist. Optimale Systeme und Lösungen lassen sich auf diese Art nur schwer entwickeln. Häufig werden Neuentwicklungen auf Basis nicht auf die heutige technische Situation abgestimmter Abläufe vorangetrieben. Ein erklärtes Ziel dieses Expertengremiums ist es, durch Sensibilisierung der Entwickler und Maschinenbauer solche Fehler zu vermeiden.

Mechatronik vereinfacht

»In diesem Sinne müsse Mechatronik Vereinfachungen bringen«, formuliert Claus Kühnl, Phoenix Contact. Nicht zuletzt steigere sie die Produktivität. Wenn mechatronische Produkte, Systeme und Lösungen entstehen, setzen sich so die Theorie Elektrotechniker, Maschi- nenbauer, Softwarespezialisten zusammen. Vereinfachung heißt in diesem Idealfall, im Umgang mit mechatronischen Einheiten Kompetenzen in verschiedenen Disziplinen abzugeben und Komplexität ›scheinbar‹ reduzieren. Da sich die Komplexität der entstehenden Komponenten nicht wirklich verringern lässt, muss man sie ›kapseln‹, verstecken und einfacher darstellen. Das Ideal der Vereinfachung wäre die Blackbox mit definierten Anschlüssen. Der mechatronische Arbeitskreis will sich u.a. mit der Frage beschäftigen, wie weit man in der Entwicklung und Konstruktion von Komponenten und Systemen von diesem Ideal der Vereinfachung entfernt ist, wo Defizite liegen und welche Beiträge zur Vereinfachung von mechatronischen Einheiten zu leisten sind. :K soll darstellen, welche Methoden, Werkzeuge und Vorgehensmodelle zum Entwurf mechatronischer Systeme heute zur Verfügung stehen und wie man sie interdisziplinär optimal nutzt. Auf der To-do-Liste des Arbeitskreises und der Fachzeitschrift :K stehen also Methoden und Werkzeuge sowie das Vorgehen bei der Entwicklung mechatronischer Produkte und Systeme ab der frühen Entwurfsphase.

»Unser gemeinsames Ziel ist es, Entwicklungs- und Konstruktionsingenieuren über die Fachzeitschrift :K und über den mechatronischen Arbeitskreis einen Leitfaden für das sachgerechte und zielgerichtete Entwickeln mechatronischer Produkte und Systeme zu bieten«, fasst Peter Schäfer (:K) die Aufgaben des Arbeitskreises zusammen. Dem Arbeitskreis gehören bisher an: Andreas Keiger, ABB, Frank Denk, Turck, Dr. Rainer Stetter, ITQ, Peter Synek, VDMA, Claus Kühnl, Phoenix Contact, Martin Beier, Paul Kho, beide Festo, Dietmar Rudy, INA Lineartechnik, Norbert Fröhlich, Pilz, Prof. Dr. Gerd Hirzinger, DLR, Dieter Pesch, Eplan, Horst Becker, Siemens, Carsten Skerra, Bosch, Rahman Jamal, National Instruments, Joseph Schmidt, SEW, Michael Blaß, Tobias Vogel, beide Igus und Andreas Schuster, Schunk.

Peter Schäfer

Erschienen in Ausgabe: 04/2004