Kalter Prozess

Verbindungstechnik

Schraubtechnik – Auf die Verbindung kommt es an: Sicheres Schrauben zum Beispiel lässt sich jetzt mit speziellen kaltgeformten Elementen viel schneller und materialsparender umsetzen.

04. Mai 2012

Die steigenden Anforderungen in modernen Produktionsanlagen an Prozessfähigkeit, Produktqualität und Wirtschaftlichkeit sind nur durch eine exakte Abstimmung der jeweils geeigneten Fertigungsverfahren zu erreichen. Jeder zusätzliche Arbeitsgang verlängert die Durchlaufzeit in der Produktion und erhöht somit zwangsläufig auch die Kosten, vor allem die Lagerkosten. In der Verbindungstechnik sind darum sichere Schraubverbindungen gefragt, die dem Kunden gegenüber herkömmlichen Verbindungselementen einen Mehrfachnutzen bieten.

So vielfältig das Anwendungsspektrum in der Verbindungstechnik ist, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten für die Herstellung kaltumgeformter Verbindungselemente. Ejoform-Produkte von Ejot sind auf den jeweiligen Anwendungsfall des Kunden abgestimmte Verbindungs- und Konstruktionslösungen. Sie sind vielfältig einzusetzen, beispielsweise als Halter, Rastbolzen, Distanzhülse oder Justierelement. Diese individuellen Produkte entstehen in einem mehrstufigen Kaltumformungsprozess. Bei dieser Technologie wird ein Drahtabschnitt in bis zu sechs Umformstufen zu einem komplexen Verbindungselement geformt.

Das Ejoform-Kaltformteil, hergestellt in einem fünfstufigen Kaltumformungsprozess, spart gegenüber einem Drehteil 25 Prozent Material ein. Darüber hinaus kann die Ejot-Lösung mit integriertem Außensechskant höhere Anziehdrehmomente übertragen als ein Schlitzantrieb des Drehteils. Zusätzlich versieht der Hersteller das Kaltformteil mit jeder Art von Gewinde, um allen denkbaren Anforderungen und Einschraubmaterialien zu entsprechen.

Die Wirtschaftlichkeit von Ejoform liegt im Fertigungsverfahren begründet. Die durch die Werkzeugkosten anfangs relativ hohen Anlaufkosten amortisieren sich aufgrund der hohen Effizienz und Wirtschaftlichkeit des Produktionsverfahrens laut Ejot ab einer bestimmten Menge, die je nach Produkt variiert. So verbessert sich die Kostenstruktur für den Kunden, denn die Stückleistungen der Umformmaschinen sind wesentlich höher im Vergleich zu Dreh- und Fräsbearbeitungen. Das tritt umso deutlicher zutage, je größer die ausgebrachte Menge ist. Darüber hinaus sind je nach Produktausführung auch im Materialbereich Kosteneinsparungen von bis zu 80 Prozent realistisch.

Die exakt gefertigten Ejoform-Verbindungselemente lassen sich durch verschiedene Verfahren ergänzen, verfeinern und veredeln. Je nach Einsatzfall und dessen individueller Anforderung liefert Ejot dem Kunden damit ein auf die Anwendung abgestimmtes, optimales Finishing aus einer Hand. Für Bohrungen, Einstiche, Kugeln oder Hinterschnitte lassen sich Teile mit komplexer Geometrie spanend nachbearbeiten. Auch Innengewinde, die durch Formen und nicht durch Schneiden entstehen, setzt Ejot für den Kunden individuell um.

Ejoform-Produkte sind konsequent auf den Einzelfall abgestimmt. Durch ein frühzeitiges Einbinden der Ejot-Anwendungsingenieure bestehen für den Kunden ausgezeichnete Möglichkeiten, die vielfältigen Potenziale zur Kosteneinsparung und Anwendungsoptimierung auszuschöpfen. Die Begleitung von der ersten Konzeptidee bis hin zur Serienreife ist ein wesentlicher Bestandteil der Ejot-Arbeitsweise. mk z

Auf einen Blick

-100-prozentige Abstimmung des Bauteils auf die jeweilige Anwendung.

-Bis zu 80 Prozent weniger Materialkosten.

-Reduzierung von Lagerkosten.

-Großes Einsparpotenzial durch Multifunktionalität.

-Vereinfachte Montage.

-Ablösung von Drehteilen.

Erschienen in Ausgabe: 03/2012