Kampf den Infektionen

Maschinenelemente

Griffe – Kipp erweitert mit Medi grip sein Programm um eine Auswahl an Griffen mit antibakterieller Wirkung. Die Serie erfüllt höchste Hygienestandards und eignet sich für hygienekritische industrielle Einsätze und sogar für OP-Säle.

12. Juni 2018

Griffe finden sich überall. auch in sehr kritischen industriellen Anwendungen wie zum Beispiel in der Lebensmittelindustrie oder auch in Reinräumen sowie vor allem in der Medizintechnik. In Krankenhäusern ist es sehr wichtig, der Verbreitung von Keimen vorzubeugen, darum muss das komplette medizintechnische Equipment die höchsten Hygienestandards erfüllen – das gilt auch und gerade für »kontaktintensive« Bedienteile.

Um diesen Anforderungen zu entsprechen, stellt das Heinrich Kipp Werk erstmals antibakterielle Produkte her. Das Geheimnis der neuen Produktreihe Medi grip ist ein mit Microsilber angereicherter Kunststoff. Silber ist bereits seit Langem für seinen antibakteriellen Effekt bekannt. Silberionen stören das Wachstum von schädlichen Mikroorganismen wie Bakterien, Viren oder Pilzen und verhindern ihre Ausbreitung. Nach etwa zwölf Stunden ist ein Großteil der Bakterien auf der Produktoberfläche abgebaut. Das bedeutet, dass sich mit den antibakteriellen Griffen von Kipp das Infektionsrisiko bei Kontakt drastisch minimieren lässt.

Deutlich weniger Keime

Zwischen den Reinigungszyklen des medizintechnischen Inventars wird die Zahl vorhandener Keime deutlich reduziert. Außerdem sind die robusten Komponenten beständig gegenüber Feuchtigkeit sowie einer Vielzahl von Reinigungsmitteln, die zum Beispiel bei der Desinfektion der Geräte zum Einsatz kommen.

»Wichtig für den Langzeiteinsatz ist, dass Medi grip Bedienelemente nicht nur oberflächlich beschichtet sind«, erläutert Franz Mayr, Vertriebsmitarbeiter bei Kipp. »Der Werkstoff ist komplett mit Silberpartikeln durchdrungen. Die Komponenten behalten also selbst bei Abnutzung ihre volle antibakterielle Wirkung.«

Ihre Wirksamkeit sei somit über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg gegeben – das hat ein akkreditiertes Prüflabor in mehreren ASTM-E-2180 Tests bestätigt.

Einsatz an Tragarmen

Unter anderem kamen die neuen Medi grip Produkte bereits in einem Projekt CIM med zum Einsatz. Das Unternehmen entwickelt seit dem Jahr 2007 medizinische Trägersysteme. Von Anfang an bestand dabei eine Zusammenarbeit mit dem Heinrich Kipp Werk und so bezieht CIM med Spannhebel, Klemmhebel, Kugelgriffe, Novo-grip-Rändelknöpfe sowie Sterngriffe aus Sulz am Neckar.

Bei einem der kundenspezifischen Projekte – einem höhenverstellbaren Maschinenarm mit integrierter Kabelführung, der im OP-Saal zum Einsatz kommt – entschieden sich die Experten von CIM med für Medi grip. »Abgesehen von den regulären mechanischen Anforderungen war es in diesem Projekt von besonderer Relevanz, dass alle Komponenten aus einem leicht zu reinigenden, desinfektionsmittelbeständigen, antibakteriellen Material bestehen«, berichtet CIM-med-Geschäftsführer Manfred Rosa.

Inzwischen ist das Projekt umgesetzt und die Erfahrungen mit den sterilen Bedienteilen sind durchweg positiv. Der Auftraggeber ist mehr als zufrieden mit diesen und allen anderen bereits eingesetzten Kipp-Produkten: »Uns ist kein anderer Hersteller bekannt, der diese hohen Qualitätsanforderungen in gleichem Maß erfüllt«, sagt Manfred Rosa. »Kipp ist ein zuverlässiger Partner, der unseren Ansprüchen nicht nur in Bezug auf das Produkt, sondern auch im Servicebereich gerecht wird.«

Besonders positiv bewertet der Experte in Sachen medizinische Trägersysteme auch das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie das breit gefächerte Sortiment von Kipp: Das Produktprogramm umfasst mehr als 25.000 Teile, die schnell verfügbar sind. Speziell im Bereich der Griffe hat Kipp eine Vielzahl von Bauformen für unterschiedlichste Anforderungen im Programm.

Nachhaltige Alternative

Medi grip eignet sich nicht nur hervorragend für den Einsatz in Krankenhäusern, sondern bewährt sich auch in Laboren, Forschungszentren, Raumfahrtprojekten, Kitas, Reha- oder Pflegeeinrichtungen sowie allen anderen medizin- oder lebensmitteltechnischen Bereichen.

Als eine zeitgemäße und interessante Alternative bietet Kipp die Produktlinie Nature grip – Bedienelemente aus Bio-Kunststoff. »Diese beiden Produktreihen sprechen zwar unterschiedliche Zielgruppen an, haben aber eines gemeinsam: Es sind echte Innovationen, die Kipp als erster Anbieter auf den Markt gebracht hat«, sagt Vertriebler Franz Mayr.

Er fährt fort: »Weil wir die Bedienteile trotz der ungewöhnlichen Werkstoffe in Serie produzieren, sind sie auch in wirtschaftlicher Hinsicht eine echte Alternative für Konstrukteure.«

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Serienproduktion sind die hohe Fertigungstiefe, der große Maschinenpark und das umfangreiche Know-how in Sachen Spritzguss bei Kipp.

Laut Hersteller überzeugen die sowohl funktionalen als auch ergonomischen Produkte auch durch ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und besonders kurze Lieferzeiten. mk

Auf einen Blick

Medi grip

• Bewährtes Kipp-Design.

• Bügel-, Flügel- und Sterngriffe, Pilzknöpfe und Klemmhebel.

• Kunststoff mit Microsilber, anti-bakteriell, Stahlteile aus Edelstahl.

• Feuchtigkeits- und reinigungsmittelbeständig.

• Keine toxischen Nebenwirkungen.

Erschienen in Ausgabe: 05/2018