Kein 2D mehr

Mit SolidWorks Model Based Definition will Dassault Systèmes 2D-Zeichnungen entbehrlich machen

05. Juni 2015

Mit dem Tool SolidWorks Model Based Definition will Dassault Systèmes die traditionelle Fertigungszeichnung abschaffen. Das Tool soll den Informationsaustausch zwischen Konstruktion und Fertigung durch vereinfachte Modelle erleichtern. Techniker können damit Produkt- und Fertigungsinformationen anhand eines 3D-Modells definieren. Gespeichert wird in wahlweise eigenen Formaten von SolidWorks oder in Austauschformaten wie z.B. 3D-PDF. Mit SolidWorks MBD werden Details wie zum Beispiel Maße, Form- und Lagetoleranzen sowie Oberflächenbeschaffenheit definiert. Die Software enthält Informationen in Formaten wie Schweißsymbole, Stücklisten, Beschreibungen und Tabellen. Da alle fertigungsrelevanten Informationen enthalten sind, sollen Fertigungszeichnungen ausgedient haben.

Die Daten von SolidWorks MBD sollen aber nicht nur in der Arbeitsvorbereitung Verwendung finden. Auch für die Beschaffung, Montage, Qualitätssicherung, Vertrieb, Marketing sowie die Kommunikation mit Kunden und Lieferanten können die Modelle dieses Tools Verwendung finden. Das Tool soll große Datenmengen auf besonders übersichtliche Art darstellen. Dazu gehört zum Beispiel die Möglichkeit, am 3D-Modell angebrachte Beschriftungen auszublenden, wenn sie bei der momentanen Ansicht stören würden.

Die Software enthält zahlreiche Vorlagen, die sich für das eigene Unternehmen und die jeweiligen Aufgaben anpassen lassen. So können die Anwender etwa das Layout, Logos, Beschreibungen, Links zu Meta-Eigenschaften oder Tabellen ändern. Diese können unterschiedlich sein für Konstruktion, Angebote, Prüfberichte oder andere Zwecke. Daten von SolidWorks MBD eignen sich auch zur Langzeitarchivierung.