Kleine Spindelantriebe nun auch in verschleißfester Keramik

Zwei neue Komplettsysteme bestehend aus Spindel, Axiallagerung und Getriebe.

07. Mai 2013

Mit den Spindelgetrieben GP 8 S und GP 16 S erweitert maxon motor das Programm und führt gleichzeitig die Keramikspindel auf dem Markt ein. Das GP 16 S mit Keramikspindel reiht sich in die bestehenden 16er Spindelgetriebe ein und überträgt mit der metrischen M6-Keramikspindel im Kurzzeitbetrieb bis zu 315N. Diese Axialkräfte werden über Axial-Kugellager in der Getriebe-Abgangsstufe abgefangen. Die Vielzahl an Untersetzungsmöglichkeiten im integrierten Planetengetriebe ermöglicht den Einsatz in hoch dynamischen Anwendungen wie Fokussiersystemen oder Ventil- und Klappeneinstellungen.

Die kleinen 8-Millimter Spindelgetriebe GP 8 S stehen standardmäßig mit metrischer Stahlspindel oder Keramikspindel zur Verfügung. Die M3 x 0.5 Millimeter Spindel ist für Vorschubkräfte bis 32N im Kurzzeitbetrieb ausgelegt. Als Axiallagerung dienen zwei vorgespannte Radialkugellager. Aufgrund der kompakten Bauform erreicht das Spindelgetriebe GP 8 S ein hohes Kraft/Volumen Verhältnis, welches in Kollimatoren, Dosierpumpen und vielen weiteren Anwendungen gefragt ist.

maxon Gewindespindeln aus Hochleistungskeramik Zirkondioxid (ZrO2) bieten gegenüber herkömmlichen Spindeln aus Stahl oder teuren Kugelumlaufspindeln zahlreiche Vorteile, die in der Anwendung entscheidend sein können. So hat die Keramikspindel nahezu keinen Slip-Stick-Effekt und läuft demzufolge ruckfrei an. Durch die Gleiteigenschaften und die hohe Verschleißfestigkeit der Keramikspindel lassen sich hohe Drehzahlen realisieren. Dies ermöglicht hoch dynamische, präzise Bewegungen. Die Lebensdauer der Keramikspindel liegt im Vergleich zur Stahlspindel um Faktoren höher; Voraussetzung ist die Wahl der passenden Mutter.

Keramikspindeln lassen sich in Hochtemperaturanwendungen einsetzen, wie auch in magnetisch induktiver Umgebung. Zum Beispiel beeinträchtigt eine Keramikspindel in einem Kernspintomografen das Magnetfeld nicht. Die Biokompatibilität des Werkstoffs macht Spindeln aus Keramik auch für die Medizintechnik hochinteressant.