Komfort durch weniger Schall und Vibrationen

Achsfederung und -führung auch für höhere Zuggeschwindigkeiten

11. Januar 2007

Komfort und Laufstabilität erfordern von der Achsfederung eine niedrige Vertikalsteifigkeit bei hohen Quer- und Längssteifigkeiten. Mit einer neu entwickelten Konusfeder werden die Funktionen von Stahlschraubenfeder und elastischem Achslenkerlager in nur einem einzigen Bauteil integriert. Die neue Konusfeder, die Freudenberg Schwab auch auf der Railtex 2007 in London vorstellen wird, zeichnet sich dabei durch außergewöhnliche Quer- und Längssteifigkeiten aus. Mit

•einer Vertikalsteifigkeit von 550 N/mm,

•einer Quersteifigkeit von 6.000 N/mm und

•einer Längssteifigkeit von 10.000 N/mm

liegt dieses Dämpfungselement mit einem Verhältnis von 1:11:18 um den Faktor 2 über den Werten, die bisher von Standardfedern erreicht wurden. Konusfedern bieten darüber hinaus den Vorteil einer sehr niedrigen Körperschallübertragung und einer in weiten Grenzen frei gestaltbaren Progression bei Lastzunahme.

Damit ermöglichen diese neuartigen Konusfedern eine entscheidende Reduzierung von Schall und Vibrationen. Konstrukteure von Schienenfahrzeugen haben mit diesen Konusfedern die Möglichkeit, auch extreme Verhältnisse zwischen Vertikal- und Quersteifigkeiten zu realisierbar und auf diese Weise wesentliche Optimierungspotenziale für Kinematik, Akustik und Federung auch für hohe Zuggeschwindigkeiten zu erschließen. Zudem bietet dieses integrierte Bauteil einen deutlich reduzierten Konstruktions-, Beschaffungs- und Montageaufwand.

Gleichzeitig zeichnen sich diese neuen Konusfedern durch eine Verbesserung der Setzeigenschaften aus. So beweist die Konusfeder, die beispielsweise für den ET423 eingesetzt wird, mit einem Setzbetrag von nur 9 mm in sechs Jahren die hohe Leistungsfähigkeit moderner Elastomere. Dadurch kann die Laufzeit für diese Federn optimiert werden, was zu wesentlichen Einsparmöglichkeiten für Service und Wartung führt.