Komfortabel kalibrieren

Sensopart erweitert den Funktionsumfang seiner Vision-Sensorreihe Visor um neue Kalibrierfunktionen: Positionen und Abstände im Sensorbild können jetzt in relative Welt- oder absolute Roboterkoordinaten umgewandelt werden.

26. Mai 2016

Gleichzeitig werden Verzerrungen durch schräge Blickwinkel und andere Bildfehler korrigiert. Die neuen Funktionen stehen ab sofort im Rahmen eines kostenlosen Software-Upgrades zur Verfügung.

Oft ist es bei der Prüfung oder Vermessung von Bauteilen wünschenswert, Positions- und Abstandswerte nicht nur in Bildpixeln, sondern in realen Welteinheiten wie etwa Millimeter zu erhalten. Mit Hilfe einer speziellen Kalibrierplatte und einer entsprechenden Funktion im Visor-Konfigurationsprogramm lässt sich diese Transformation jetzt mit nur einem einzigen Mausklick bewerkstelligen. Ausgegeben werden hierbei relative Weltkoordinaten, wie sie bei der Vermessung von Teilen benötigt werden.

Bei der Transformation in Weltkoordinaten korrigiert der Visor gleichzeitig etwaige Bildfehler. Dazu gehören insbesondere perspektivische Bildverzerrungen infolge eines schrägen Blickwinkels auf das Prüfobjekt, wie er in vielen Anwendungen erforderlich ist. Ebenfalls korrigiert werden Objektivverzeichnungen, die vor allem bei Objektiven mit kurzer Brennweite auftreten. Liegt das zu detektierende Objekt nicht in derselben Ebene wie die Kalibrierplatte, kann zusätzlich ein Höhenversatz berücksichtigt werden.

Auch für die Ansteuerung von Robotern bietet das Visor-Software-Upgrade komfortable neue Funktionen. Die Transformation der Objekt- und Bildkoordinaten in absolute Roboterkoordinaten wird statt mit Robotersteuerung oder SPS direkt über eine einmalige Kalibrierung im Sensor erledigt.

Für die Koordinatentransformation wird in der Bediensoftware einmalig eine sogenannte Punktpaarliste angelegt. Dazu werden die Roboter in verschiedene Positionen bewegt und die entsprechenden Koordinaten im Bild und in der realen Welt in das Visor-Konfigurationsprogramm übernommen. Als absoluter Bezugspunkt kann beispielsweise der Roboterfuß oder der Tool Center Point dienen.

Wie bei der Kalibrierung mittels Kalibrierplatte ist bei Bedarf die Eingabe eines Höhenversatzes möglich. Mit der zusätzlichen Funktion „Greifpunkt-Korrektur“ lässt sich zudem eine vom automatisch bestimmten Zentrumspunkt abweichende Greifposition berücksichtigen.

Soll ein Teil an seinen Außenkonturen gegriffen werden, kann mit einer weiteren Funktion der verfügbare Freiraum rund um das Teil überprüft werden. Auch bei der Transformation in Roboterkoordinaten werden gleichzeitig Bildverzerrungen und Objektivverzeichnungen korrigiert, so dass der Vision-Sensor stets hochgenaue metrische Positionswerte liefert.