Kompakt und sparsam

Antriebstechnik

Kegelradgetriebe – Energieeffizienz gilt bei SEW-Eurodrive auch für die mechanischen Komponenten, wie sich bei den neuen Kegelradgetrieben K19 und K29 zeigt.

04. Juni 2013

Als oberstes Ziel der neuen Kegelradgetriebe K19 und K29 hat SEW-Eurodrive noch mehr Energieeffizienz ausgerufen. »Das ist so, weil steigende Energiepreise und erhöhtes Umweltbewusstsein das Thema energieeffiziente Antriebstechnik stärker in den Fokus der Anlagenbetreiber rücken«, sagt Eiko Filler, Produktmarktmanager in der Business Unit Classic.

Das Bruchsaler Unternehmen bietet dazu ein spezielles Konzept an. Deren Basis bildet ein Energiesparbaukasten, der Komponenten umfasst, die in Richtung Energieeffizienz und Wirkungsgrad optimiert sind. »Aber erst durch die richtige Kombination aus Motor, Getriebe und Frequenzumrichter kann der Anwender Energie in relevanten Größenordnungen sparen«, sagt Filler. »Um diese zu generieren, bietet SEW-Eurodrive seinen Kunden individuelle Energieberatung. Die neuen Getriebe K19 und K29 sind weitere Bausteine in dem bereits umfangreichen Energiesparbaukasten.«

Für möglichst gute Ergebnisse haben die Ingenieure bei SEW die Getriebe in der Abtriebsstufe als hocheffiziente Kegelradstufe ausgelegt. »Wir verwenden lediglich zwei Verzahnungsstufen, was die Verluste einer sonst üblichen dritten Verzahnungsstufe eliminiert«, so Filler. »Damit erreichen wir unabhängig von der Übersetzung für beide Getriebegrößen Wirkungsgrade oberhalb von 90 Prozent. Dieser Vorteil wird schon bei der Projektierung deutlich. Im Vergleich zu einem bisher verwendeten Schneckengetriebe ist es den Kunden in vielen Fällen möglich, eine kleinere Motorleistung zu wählen. Im Betrieb sparen die Antriebe dann bares Geld über die gesamte Laufzeit.«

Gut mit Motor zu kombinieren

Die zweistufige Ausführung bewirkt auch, dass die Getriebe äußerst kompakt in ihren Abmessungen sind und zudem auch kostengünstiger als vergleichbare dreistufige Getriebeausführungen. Aufgrund des hohen Wirkungsgrades ist die Kombination mit einem entsprechenden Energiesparmotor sinnvoll. Eiko Filler: »Der SEW-Baukasten bietet dazu zahlreiche Möglichkeiten an. So lassen sich die Getriebe beispielsweise mit den universellen DR-Motoren der Effizienzklassen IE2 bis IE4 oder den hocheffizienten Elektronikmotoren der Baureihe DRC (IE4) kombinieren.«

Bei den Getrieben im unteren Drehmomentbereich bietet sich Aluminium als Gehäusewerkstoff an. Dadurch werden die Antriebe insgesamt leichter. Laut Eiko Filler macht sich das vor allem in der Handhabung positiv bemerkbar sowie in Anwendungen, in denen die Antriebe mitbewegt werden müssen. »Darüber hinaus ist Aluminium auch ein idealer Werkstoff, um ihn zu recyclen, denn auch das Thema Nachhaltigkeit gewinnt immer mehr an Bedeutung.«

Um den Kunden die Integration in die Anwendung zu erleichtern, haben die Getriebe K19 und K29 in jeder Ausführungsvariante drei im Gehäuse integrierte Fußleisten. Damit lassen sich die Getriebe auch bei beengten Platzverhältnissen flexibel in jede Konstruktion integrieren.

Erschienen in Ausgabe: 04/2013