Komplettlösung für Maschinenschutztüren

Mit dem dezentralen Antriebssystem KFM SAFETY bietet die SIEI-AREG GmbH eine intelligente Komplettlösung

16. April 2012

Gemeinsam mit dem TÜV Nord wird die Zertifizierung nach EN 61508 angestrebt. Der innovative KFM SAFETY vereint Asynchronmotor, Frequenzumrichter und Netzfilter sowie Kommunikation, Feldbus, analoge und digitale Schnittstellen, Encoder und Schutzfunktionen in einem kompakten Gehäuse. Das macht ihn zu einer kompletten, universell einsetzbaren Antriebs- und Positioniereinheit. Sobald die TÜV-Zertifizierung abgeschlossen ist, wird der KFM SAFETY die Schutzklasse SIL2 nach EN 61508 und nach EN 13849 die Kategorie 3 mit dem Performancelevel d erhalten. Folgende Schutzfunktionen sind in dieser Antriebslösung umgesetzt:

• sicher abgeschaltetes Moment (Halt) STO (Safe Torque Off)

• sicher begrenzte Geschwindigkeit SLS (Safely Limited Speed)

• sicher begrenztes Moment SLT (Safely Limited Torque)

Der KFM SAFETY lässt sich einfach und platzsparend in die unterschiedlichsten Applikationen integrieren. Sein Einsatz reduziert den Verkabelungsaufwand deutlich und verbraucht weniger Raum im Schaltschrank. Auf diesen kann in vielen Fällen sogar ganz verzichtet werden. Seine besondere Stärke zeigt das innovative Antriebssystem beispielsweise bei Sicherheitstüren für Werkzeug-, Spritzguss- und Verpackungsmaschinen sowie bei Montageautomaten, Förderbändern und in der Handhabungstechnik. Unterschiedliche Getriebe und Zahnriemenscheiben sorgen als Teil des Antriebspakets für die Anpassung an die unterschiedlichsten kundenspezifischen Anforderungen.

Die mit 2048 Impulsen pro Umdrehung hohe Auflösung des Encoders, eine 32-Bit-Lageregelung und die leistungsfähige Steuerung sorgen beim KFM SAFETY für eine flexible, präzise Positionierung und ein sicheres Halten der Position. Die Position „Tür zu“ muss der Schutztürantrieb zunächst lernen. „Dazu führt er einmalig nach „Netz ein“ und dem Befehl „Tür zu“ eine langsame Referenzfahrt mit reduziertem Moment auf den Anschlag „Tür zu“ durch. Sobald die Position durch Blockade erkannt wurde, wird diese auf null (Position „Tür zu“) gesetzt. Der KFM SAFETY übernimmt dann den abgespeicherten Wert für die „Tür auf“-Position und kann nun als sichere Maschinenschutztür arbeiten“, erklärt Bernhard Löwe, Entwicklungsleiter der SIEI-AREG GmbH. Erkennt der Antrieb beim „Tür zu“-Betrieb ein Hindernis (Kraft > 150N), wird die interne STO-Funktion aktiviert und der KFM SAFETY stoppt sofort, fährt danach einige Millimeter (einstellbar) in Richtung „Tür auf“ und hält dort die Position, damit das Hindernis entfernt werden kann.