Komponenten zur Auswahl

Software - Die Idee der Software zur Produktauswahl ist nicht neu. Produktkataloge gibt es reichlich im Netz. Origineller sind Tools, die dem Vertriebsmann beim Kunden eine Produktselektion für das Engineering von Maschinen und Anlagen ermöglichen.

01. Juli 2005

Vom ersten Planungstag an entstehen Daten über eine Anlage, ihre Baugruppen und ihre Komponenten: bei der Konstruktion und Auslegung, bei der Beschaffung der Teile, bei der Installation und Inbetriebnahme, beim Betrieb und bei der Wartung bis hin zur Stilllegung und dem Abbau in jeder Phase des Lebenszyklus werden Berge von Daten produziert. Viele davon entstehen in digitaler Form. Zur Information werden die Daten aber erst, wenn sie mit dem Know-how über den Prozess, die Anlage und ihre Komponenten zusammengeführt werden. Erst dann lassen sie sich in Zusammenhänge einordnen und sinnvoll als Information nutzen.

Mit dem Geräteauswahl-Tool eSelection werden anlagenspezifische Daten geordnet, aufbereitet, verdichtet und kanalisiert.

Die Anwender erfahren somit bereits mit Beginn der Planungsphase eine Unterstützung bei der Auswahl der für ihren Arbeitsprozess erforderlichen Produkte, womit unnötige Papierberge vermieden werden.

Unter Verwendung des Standards-Browsers gibt der Anwender am Bildschirm Prozessdaten und andere Anforderungen an das benötigte Gerät ein und bekommt als Ergebnis Produktvorschläge, die unterschiedlich bewertet zur engeren Wahl stehen. Nun kann er mithilfe weiterer Funktionen wie z. B. dem direkten Produktvergleich oder aufgrund der Einbauhinweise das für ihn ideale Gerät bestimmen. Das Tool ›eSelection‹ führt den Anwender online im interaktiven Dialog zum optimalen Gerätetyp und erleichtert so die Auswahl und Auslegung. Ein Mausklick entfernt steht zu jedem Gerät umfangreiche technische Dokumentation zur Verfügung. Für das ausgewählte Gerät erstellt eSelection einen Bestellcode, der zur Bestellung über einen eShop benutzt werden kann. Die Daten aus eSelection können so direkt ins e-Procurement, also den internetgestützten Einkauf, übernommen werden: Anfrage, Angebot, Auftrag und Lieferung werden nicht nur vereinfacht, fehlerunanfälliger und schneller, sondern zugleich auch noch optimal dokumentiert.

Die Idee einer Software zur Auswahl von Produkten ist nicht neu. Bereits vor vielen Jahren wurden auch in der Automatisierungsindustrie elektronische Kataloge eingesetzt. Die Kataloge von ›gestern‹ beinhalten zwar eine ähnliche Datenvielfalt, sind jedoch nur eine bloße Aneinanderreihung von Produkten, welche für eine komplexere Anfrage nur ungenügend strukturiert sind. Aufgrund der ständig wachsenden Produktvielfalt und der immer größer werdenden Komplexität der Produkte kamen aus der Industrie neue Anforderungen. Das internetbasierende Toolkit verspricht solch eine Lösung.

Ralf Simon, M&M Software

Erschienen in Ausgabe: 04/2004