Kraftanregung nach FVA berechnen

Seit dem Release 03/2018 berechnet die Kontaktanalyse von Kisssoft zusätzlich zur Drehwegabweichung auch die Kraftanregung nach FVA Bericht 487 (Modul ZA30). Diese gilt als Alternative zur Bewertung der Verzahnung bezüglich Vibrations- und Geräuschanregung.

02. Mai 2019
Kraftanregung nach FVA berechnen
Ermittlung der Kraftanregung in Kisssoft. (Bild: Kisssoft)

Hinter der Kraftanregung steckt ein modifiziertes Grundmodell: Für die Drehwegabweichung wird eine statische Situation angenommen, bei der die Zahnräder im Kontakt die Möglichkeit haben, auszuweichen. Dadurch werden die Verformungen der elastischen Elemente (Zähne, Wellen, Lager usw.) ausgeglichen und das von außen aufgebrachte, konstante Drehmoment eingestellt.

Bei der Kraftanregung geht es um die Idee, dass sich die Zahnräder so schnell drehen, dass sie aufgrund der Massenträgheit keine Möglichkeit zum Ausweichen haben. Dadurch ergibt sich als Randbedingung eine konstante Verdrehung der Räder – kein Drehwegfehler, sondern eine Veränderung der Zahnkraft aufgrund der nicht konstanten Verzahnungssteifigkeit. Damit ändert sich das Drehmoment periodisch.

Das Thema der Kraftanregung ist auch Teil der Spezialschulung vom 19. bis 20. November 2019: Tragbildanalyse bei Stirnrädern, Kegelrädern und Planetengetrieben. Dabei werden die Kontaktanalyse-Module in Kisssoft hinzugezogen, um das Verständnis der theoretischen Grundlagen zu vermitteln, welche für eine effiziente Auslegung und Optimierung von Getrieben bezüglich Lärm, Drehwegfehler sowie Profil- und Flankenlinienmodifikationen notwendig sind. Im Anschluss daran findet am 21. November ein eintägiger optionaler Workshop statt, um das Gelernte individuell anzuwenden und zu vertiefen.

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